Die Bezeichnung «Luzern Nord» gefällt nicht allen Emmerinnen und Emmern. Tatsache ist: Das Gebiet rund um den Seetalplatz Emmenbrücke, zu dem auch die Viscosistadt und Reussbühl gehören, ist in den letzten Jahren zu einem pulsierenden, modernen Lebens- und Arbeitsraum für viele geworden, auch zu einem Bindeglied zwischen der Stadt Luzern und dem Norden des Kantons. Grosse Teile der kantonalen Verwaltung sind hier in ein grosses neues Gebäude eingezogen. Die Hallen der ehemaligen Garnfabrik Viscosuisse sind heute ein kreativer und kultureller Hotspot, der seinesgleichen sucht. Auch Restaurants und Gewerbebetriebe haben sich hier angesiedelt.
Der Fotograf Emanuel Ammon und der Grafiker Gabriel Ammon schildern die Geschichte von Luzern Nord, den Wandel vom einstigen Brachland zum Verkehrsknotenpunkt, Industriestandort und heutigen Wirtschafts- und Kulturzentrum. Dazu veröffentlichten sie einen neuen Text- und Bildband. Das Kunst- und Gewerbeschaffen in der Viscosistadt nimmt dabei breiten Raum ein. Auch neue Aufenthaltsorte wie etwa der Naherholungsraum Nordpol oder das Tramhüsli scheinen prominent auf, ebenso das 1975 eröffnete Emmen Center oder das Emmer Vereinsleben.
Das Buch wartet aber auch mit vielen historischen Fotos auf, etwa Strassenszenen der Gerliswilstrasse aus den 1920er Jahren oder Arbeiterinnen und Arbeiter in der einstigen Viscose. Die ersten Strassenbauarbeiten am Seetalplatz sowie der zweigleisige Ausbau der Tramlinie Emmenbrücke-Luzern sind fotografisch ebenfalls dokumentiert.
Luzern Nord – Leben, Arbeiten und Wandel am Seetalplatz. Emanuel Ammon und weitere Autoren. Aura Foto Film Verlag, 2026. Fr. 59.-. Erhältlich in Buchhandlungen.






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