Grosse Ehre für den freien Journalisten Hans Stutz aus Luzern: Er wird mit dem Hauptpreis der Verwertungsgesellschaft Prolitteris ausgezeichnet. Stutz habe «über Jahrzehnte hinweg unbequeme Themen verfolgt»: rechtsextreme Organisationen, rassistische Vorfälle und demokratiefeindliche Ideologien. Der Luzerner habe dies unter «persönlichen Drohungen und mit beruflichen Nachteilen» getan, heisst es in einer Mitteilung der Gesellschaft.
Stutz gehöre zu den «profiliertesten Rechercheuren», wenn es um Rechtsextremismus und Rassismus gehe. Das Lebenswerk des gebürtigen Seetalers zeige, «wie historische Recherche, journalistische Genauigkeit und demokratische Haltung zusammenfinden», schreibt die Jury zu ihrem Entscheid. Der mit 40'000 Franken dotierte Preis wird am Samstag in St. Gallen verliehen.
Stutz, der sich auch jahrelang im Grossen Stadtrat Luzerns (parteilos) und später im Luzerner Kantonsrat (Grüne) engagierte, schreibt seit den 1980er-Jahren als freier Journalist. Von 1995 bis 2014 setzte er die von Sigi Feigl gegründete und von Regula Bähler geführte Chronologie rassistischer Vorfälle fort. Er verfasste zwei Bücher: «Frontisten und Nationalsozialisten in Luzern 1933–1945» und «Der Judenmord von Payerne» über die Ermordung von Arthur Bloch. (gwa)

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