Obwalden

Landfrauen servieren in Lungern mehr als nur einen Brunch

Ein Brunch der besonderen Art erwartete am Samstag etwas mehr als 50 Gäste im Pfarreizentrum Lungern. Die Landfrauen luden zu einem genussvollen Vormittag ein.

Im Frühling erschien das neue Kochbuch des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Für das Co-Präsidium der Obwaldner Landfrauen, Petra Rohrer und Fränzi Gasser, war schnell klar: Das muss in Obwalden gefeiert werden – und zwar nicht nur mit einer klassischen Buchvernissage.

Trudi Berchtold-Gasser, ehemaliges Vorstandsmitglied und heute Präsidentin der Kommission Ernährung und Hauswirtschaft beim Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband, hatte mit ihrer Kommissionsgruppe viel Zeit in das Buch investiert. Gemeinsam mit der Aperogruppen-Co-Leitung Hedi Ming und Yvette Windlin entstand die Idee für den besonderen Brunch, wie die Landfrauen Obwalden in einer Mitteilung schreiben.

Für die kulinarischen Höhepunkte sorgte die Aperogruppe GmbH. Das Team bereitete Gerichte aus dem neuen Kochbuch «Aus 1 mach 5» zu und überraschte die Gäste mit drei abwechslungsreichen Buffets. Die Rezepte zeigten, wie mit wenigen regionalen Zutaten aus einem Grundrezept einfach und schnell verschiedene schmackhafte Gerichte entstehen.

Zwischen den Buffetgängen erzählte Trudi Berchtold-Gasser von der Entstehung des Kochbuchs. Persönliche Geschichten und inspirierende Fotos gaben Einblick in Idee, Entwicklung und Umsetzung des Projekts und zeigten, wie viel Herzblut darin steckt.

Yvette Windlin stellte zudem das neu lancierte Landfrauenmehl vor, das zwei Tage zuvor in der Kornmühle gemahlen und abgepackt worden war. Das gemeinsame Projekt der Landfrauen, der Landfrauen Aperogruppe GmbH und der Kornmühle soll die regionale Wertschöpfung und die Verbundenheit mit der einheimischen Landwirtschaft stärken. Weizenruchmehl und Kleie stammen vom Ackerbauverein Ob- und Nidwalden. Erhältlich ist das Mehl unter anderem im Verkaufsladen der Kornmühle.

Mehl kommt bald erneut zum Einsatz

Auch am Zentralschweizerischen Apfelwähentag vom 30. Oktober 2026 kommt das Landfrauenmehl zum Einsatz: Die Obwaldner Landfrauen backen ihre Apfelwähen mit dem eigenen Mehl, das an den Ständen ebenfalls gekauft werden kann.

Der Brunch zeigte, dass Genuss weit über gutes Essen hinausgeht. Liebevoll zubereitete Speisen, persönliche Geschichten und regionale Projekte machten den Anlass zu einem besonderen Erlebnis. Die Gäste dankten den Organisatorinnen mit grossem Applaus und verliessen Lungern mit vielen schönen Eindrücken. (zvg/mka)

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