Am 24. April geht es los auf der Luzerner Allmend: Dann findet die Zentralschwiezer Frühlingsmesse Luga statt. Bis zum 3. Mai können Besucherinnen und Besucher der Luga «stuune, erläbe, lose, chille, probiere, chaufe», wie es auf der Website heisst. Oder wie es Messeleiterin Linda Gabriel an der Medienkonferenz zur Luga vom Mittwochmorgen sagte: «Chom go luga!»
Die Botschaft sei treffend für die diesjährige Messe, denn «es gibt sehr viel zu entdecken», führt Gabriel weiter aus. Kern der Luga sei wie gewohnt der riesige Marktplatz, auf dem sich «Firmen und Organisationen aus diversen Branchen und Bereichen» präsentieren. Insgesamt sind es rund 450 nationale und internationale Ausstellende. Neben langjährigen Ausstellenden gebe es heuer einige Luga-Neulinge auf der Allmend zu begrüssen: So sind beispielsweise Rivella, XXXLutz oder CoffeeB erstmals an der Messe anzutreffen.
Mit der 3D-Brille durch Obwalden
Mit Obwalden als Gastregion können die Besucherinnen und Besucher sozusagen Bergluft schnuppern vor der malerischen Kulisse des Pilatus – nur eben auf der anderen Seite des Bergs. «Wir wollen ein Stück Obwalden nach Luzern bringen, aber nicht bloss zum Anschauen», sagte Daniel Scardino, Geschäftsführer von Obwalden Tourismus. Der Kanton solle spürbar werden und «die Besucherinnen und Besucher sollen selbst Teil des Erlebnisses werden». So können diese etwa in ein Abteil der Zentralbahn oder eine Gondel einsteigen. Mittels 3D-Brille werden virtuelle Fahrten durch den Kanton möglich. Eingerichtet wird auch ein Bikeparcours, eine Bar und auf einem umgebauten Mountainbike kann man Kaffeebohnen mit der eigenen Muskelkraft mahlen.
Friedensförderung, Zivilschutz und Freiwilligenarbeit
Grosse Sonderschauen gibt es dieses Jahr etwa mit der «Friedensförderung der Schweizer Armee» und dem «Zivilschutz im Kanton Luzern». «Wir wollen zeigen, wie Friedensförderung konkret aussieht», sagte Julian Werner von Swissint, dem Kompetenzzentrum der Schweizer Armee für die Friedensförderung. Gezeigt werden etwa Einsatzfahrzeuge und es gibt einen Parcours, bei dem man auf spielerische Weise Minen- und Blindgänger-Attrappen entdecken muss. Vor Ort finden es auch Live-Schaltungen in Gebiete im Ausland statt, wo Peacekeeperinnen und -keeper im Einsatz sind.
Ebenfalls vor Ort war Rita Zibung, Leiterin vom Zivilschutz des Kantons Luzern. «Was passiert, wenn Menschen Unterstützung brauchen, Evakuationen nötig sind oder Aufräum- und Instandstellungsarbeiten nötig werden?», fragte sie in den Raum. Der Zivilschutz liefere in seiner Sonderausstellung Antworten darauf. Bei der Sonderschau erhalten Besuchende Einblick in die verschiedenen Einsatzgebiete – so war der Zivilschutz beispielsweise beim Bergsturz von Blatten im Einsatz. An der Luga können Besuchende selbst einen Bagger steuern oder die Drohnentechnik mit Wärmebildkamera entdecken.
In der «Sonderschau Freiwilligenarbeit» liegt der Fokus auf der Vielfalt des freiwilligen Engagements. Einen Einblick geben dabei etwa Institutionen wie Caritas, WWF, die Luzerner Vermittlung für Nachbarschaftshilfe Zeitgut, die Anlaufstelle für Geflüchtete Hellowelcome oder auch das Jugendkulturhaus Treibhaus.
Tierli, Cosplayer und Adrenalin
Mit der «Faszination Playmobil» entsteht auf rund 300 Quadratmetern eine abwechslungsreiche spielerische Miniaturwelt von der Ritterburg bis zur Westernstadt. Zu sehen ist auch der Zirkus Knie im Miniformat mit mehr als 100 Wagen. Apropos spielerisch: Während den ersten drei Tagen findet an der Luga die «LuCon» statt, die Luzerner Comic Convention. Es gebe «farbige Fantasiewelten, Cosplayer und Nerds», wie Messeleiterin Gabriel sagte.
Zu sehen gibt’s auch wieder den beliebten Luga-Bauernhof, erstmals mit einem modernen Laufstall, und den Streichelhof mit Events wie «Lämmlischöppele» und natürlich den beliebten Säulirennen. Und beim Kindertag treffen Fans auf ihre Idole vom FC Luzern bei der Autogrammstunde – auch die Maskottchen Siegfried & Leu sind dabei.
Action erlebt man im Lunapark mit diversen Bahnen, wo «Klein und Gross einen Adrenalinkick finden», gleich daneben sei der «LuGarten» ein perfekter Ort zum Ausklingen mit Foodtrucks, Livemusik und DJs. «Definitiv ein Grund, nach Feierabend an die Luga zu kommen», resümierte Gabriel.
Viel zu entdecken gibt es auch im Rahmenprogramm, bei dem «mehr als 1300 Akteurinnen und Akteure auf der Eventbühne mitwirken». Das Programm ist so umfang- wie abwechslungsreich: von Volksmusik und Trachtengruppen über eine grosse Brassband und Kinderdisco bis hin zu Tanz-, Artistik- und Musical-Shows.
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