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«Lüften fürs Klima»

Aktivisten lassen bei 40 SUVs in Luzern die Luft aus den Reifen

Eine Aktivistengruppe hat erneut Autos in der Stadt Luzern «gelüftet». In einem Schreiben bekennen sie sich zur Tat.
Ein Auto in der Stadt Luzern, das ohne Luft dasteht.
Bild: zvg

Die «The Tyre Extinguishers» («Die Reifenlöscher») haben in der Nacht auf Dienstag einmal mehr zugeschlagen. Die Aktivistinnen und Aktivisten liessen laut eigenen Angaben bei 40 SUVs in der Stadt Luzern die Luft aus den Reifen. Zudem sind einige Fahrzeuge mit Farbe verschmiert worden. Bei der Polizei sind in diesem Zusammenhang vier Anzeigen eingegangen, sagt Yanik Probst, Mediensprecher der Luzerner Polizei.

In einer anonymen Mitteilung erklärt die Gruppe, «SUVs zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden, darunter auch Kinder, aus der Stadt Luzern zu verbannen». Die Aktivisten würden sich fürs Klima, die Gesundheit und die öffentliche Sicherheit einsetzen, heisst es weiter.

Einige Fahrzeuge wurden auch verschmiert.
Bild: zvg

Die «Tyre Extinguishers» schlugen in Luzern bereits mehrmals zu. Zuletzt legte die Autohasser-Bande im Juni in der Stadt Luzern 50 Geländewagen lahm, zwei Monate zuvor wurden in Luzern 15 Fahrzeuge «gelüftet». Seit März 2022 ruft die Gruppe weltweit dazu auf, grossen Autos die Luft herauszulassen.

Die Gruppe hinterlässt den Besitzern jeweils ein Flugblatt mit ihren Beweggründen. Da steht dann: «Achtung – Ihr Spritfresser ist tödlich. Wir haben bei einem oder mehreren Ihrer Reifen die Luft abgelassen. Wir haben dies getan, weil das Herumfahren in städtischen Gebieten mit einem riesigen Fahrzeug enorme Folgen für andere hat.»

Kommt es zu einer Anzeige, kann die Täterschaft wegen Sachbeschädigung und Nötigung belangt werden. Doch die Staatsanwaltschaft tappt in solchen Fällen oft im Dunkeln, weil keine verantwortliche Person identifiziert werden kann. (rem)

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