Mit Arbon (26:19-Sieg) und Handball Nordwest (39:33) hat der Erstligist LK Zug im Cup-Wettbewerb bereits zwei Teams aus der zweithöchsten Liga auf dem Weg in den Viertelfinal eliminiert. Ganz nach dem Sprichwort «alle guten Dinge sind drei» soll am Samstag mit Brühl II ein weiteres Team aus der SPL2 besiegt werden (18 Uhr, Sporthalle Herti). Der Einzug in den Halbfinal ist das grosse Ziel der Zugerinnen, die zusammen mit den Muotathal/Mythen-Shooters die beiden einzigen verbliebenen Erstligisten stellen.
Zugs Trainer Quirino Deflorin ist optimistisch und sagt: «Der Einzug in den Viertelfinal ist für meine Spielerinnen etwas Neues, worauf sie in ihrem jungen Alter sehr stolz sein dürfen. Die beiden Siege gegen die Oberklassigen sind auf eindrückliche Art und Weise zustande gekommen – das lässt mich auch gegen Brühl zuversichtlich sein.»
Deshalb rechnet sich der 53-jährige Aargauer Chancen aus. «Brühl ist auf dem Papier der klare Favorit, wir wollen aber eine weitere Überraschung schaffen – das ist unser Traum.» Unabhängig vom Ausgang dieser Partie hat Deflorins Team bereits Vereinsgeschichte geschrieben, denn noch nie stand eine dritte Equipe in einem Cup-Viertelfinal.
Die Ostschweizerinnen stellen ein junges, talentiertes und kämpferisches Team, das Zug von der ersten Minute an fordern wird. Stellt sich nur die Frage, wie Brühl die Favoritenrolle meistert und mit dem Druck des Siegenmüssens umzugehen weiss. «Wir sind vorbereitet, kennen die Stärken und Schwächen dieses Gegners», sagt Quirino Deflorin. Er steht in seiner dritten Saison als Cheftrainer des LKZ III und ist zudem seit zwei Jahren Assistenztrainer im SPL2-Team.
Eine verschworene Einheit
Die Zugerinnen haben die Qualifikation in ihrer 1.-Liga-Gruppe als Zweite hinter Willisau abgeschlossen und stehen in der Finalrunde. Einen grossen Anteil daran hat die 18-jährige Patricia Ulli. Die Rückraumspielerin mit der Trikotnummer 80 hat in zehn Matches 80 Treffer erzielt und ist damit zweitbeste Torschützin der Spielklasse. Ihr Rezept für eine weitere Cup-Überraschung? «Es braucht 60 Minuten Kampf, eine hervorragende Teamarbeit und viel Kommunikation. Unsere Stärke ist ein schnelles Umschaltspiel mit Gegenstössen sowie eine starke Abwehr. Wir schaffen es darüber hinaus, uns aus schlechten Phasen zu kämpfen und Rückstände aufzuholen.»
Das LKZ-Eigengewächs aus Baar, Elin Stahel (18), zählt weitere Vorteile der Mannschaft auf: «Wir bügeln unsere Fehler gegenseitig aus, sind eine verschworene Truppe und geben nie auf. Die Chancen, dass wir den Halbfinal erreichen, schätze ich als hoch ein.»
Finalrunde ist greifbar
Das Fanionteam des LK Zug bestreitet am Samstag gewissermassen das Vorspiel zum Cup-Viertelfinal; es trifft auf Thun. Mit einem Sieg gegen den einzig verbliebenen Direktkonkurrenten könnten die Zugerinnen vier Runden vor Schluss der Qualifikation ihren Platz in der Finalrunde sichern. Die Partie beginnt um 16 Uhr.



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