Kanton Uri

Geschichten auf den Punkt gebracht

Leo Müller hat hundert Geschichten geschrieben, die alle genau hundert Zeichen lang sind.

Wie kann man kleine Begebenheiten in aller Kürze erzählen, sodass man beim Lesen oder beim Zuhören mitdenken kann, sich selbst ausdenken kann, was vorher geschah und wie die Geschichte weitergehen könnte? Das wollten rund 70 Interessierte von Leo Müller erfahren. Der ehemalige Altdorfer Primarlehrer und Schulinspektor hat hundert Huzei-Geschichten geschrieben, Geschichten, die – wie es der Name sagt – alle aus ganz genau hundert Zeichen bestehen.

Am vergangenen Donnerstag hat Leo Müller sein kleines Buch in der Kantonsbibliothek Uri vorgestellt. Er wusste zu berichten, wie er dazu gekommen ist, solche Geschichten zu schreiben, zeigte an Beispielen auf, wie seine kleinen Erzählungen entstanden sind, gab Kostproben seiner Arbeit. «Meine Motivation, Huzei-Geschichten zu schreiben, ist die Freude an der Sprache, das Gestalten und Spielen mit Sprache», wird Leo Müller in einer Mitteilung zitiert. «Der Reiz besteht darin, eine pointierte Geschichte zu verfassen, die rund und flüssig daherkommt. Die Pointen sind mehrheitlich lustig, aber nicht nur. Es gibt auch beklemmende, skurrile, sogar unmögliche Geschichten.»

Der kleine Band «Huzei-Geschichten 4» umfasst 100 kurze Erzählungen. Michaela Bissig hat acht Bildgeschichten beigesteuert. Es sind nicht einfach Illustrationen zu den Geschichten, es sind eigenständige Erzählungen über kleine alltägliche oder auch über aussergewöhnliche Begebenheiten.

Wie die Reaktionen des Publikums an der Buchpräsentation gezeigt hätten, würden die geschriebenen wie auch die gezeichneten kleinen Geschichten Spass machen, so in der Mitteilung weiter. Es seien schmunzelnde Gesichter zu sehen und heiteres Lachen zu vernehmen gewesen. Das Buch «Huzei-Geschichten 4» mit Texten von Leo Müller und Bildgeschichten von Michaela Bissig ist im Buchhandel erhältlich. (zvg/MZ)

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