Zentralschweiz

Noch weniger Wohnungen als im Vorjahr: Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

In allen Zentralschweizer Kantonen sinkt die Leerwohnungsziffer gegenüber dem Vorjahr. In Obwalden und Uri waren am Stichtag weniger als 100 Wohnungen verfügbar.

Das Angebot an Wohnraum schrumpft. Das geht aus den vom Bundesamt für Statistik publizierten Zahlen hervor. Auf nationaler Ebene fällt die Leerwohnungsziffer unter 1 Prozent auf 0,93 Prozent. Noch weniger freie Wohnungen gibt es aktuell in der Zentralschweiz. Dort sinkt der Anteil von 0,65 im Vorjahr auf 0,55 Prozent.

In Obwalden waren am Stichtag, dem 1. Juni 2026, insgesamt 87 Wohnungen frei. Nur in Appenzell Innerrhoden waren es weniger. Obwalden erreicht damit eine Leerwohnungsquote (0,38 Prozent), die nur von Genf (0,31) und Zug (0,2) unterboten wird. Auch im Kanton Uri bleibt die Situation prekär. Dort ergeben 94 freie Wohnungen eine Leerwohnungsziffer von 0,42 Prozent. Im Kanton Nidwalden liegt die Ziffer bei 0,62 Prozent bei insgesamt 146 freien Wohnungen. Auch in Luzern (0,7 Prozent) und Schwyz (0,5 Prozent) bleibt der Wohnraum knapp. In allen Zentralschweizer Kantonen spitzte sich die Lage gegenüber dem Vorjahr weiter zu.

Der Mieterinnen- und Mieterverband Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri warnt in einer Mitteilung vor höheren Mieten aufgrund des knappen Angebots. Er stelle sich dem entgegen und setze sich für angemessene und faire Mieten ein. «Der bestehende preisgünstige Wohnraum muss erhalten bleiben.»

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