Die Leerwohnungsziffer beträgt im Kanton Luzern 0,70 Prozent. Sie liegt damit im fünften Jahr in Folge unter 1 Prozent. Dies teilt das Luzerner Statistikamt Lustat mit. Gemessen am Bestand gibt es mehr Leerstände bei kleinen Wohnungen als bei grossen. Die Region Rottal/Wolhusen zeigt die niedrigste und das Untere Wiggertal die höchste Leerwohnungsziffer.
Da diese kantonsweit per 1. Juni weiterhin unter dem Grenzwert von 1,5 Prozent liegt, gilt für den Abschluss von neuen Mietverträgen nach wie vor die Formularpflicht. Die Vermieterschaft von Wohnräumen ist verpflichtet, Mieterinnen und Mietern bei Wohnungsmangel den Anfangsmietzins sowie den früheren Mietzins mit einem amtlichen Formular bekanntzugeben und allfällige Erhöhungen zu begründen.
Laut dem Mieterinnen- und Mieterverband ist die Lage vor allem für Familien kritisch, da die Leerwohnungsziffer bei 4-Zimmer- und 5-Zimmer-Wohnungen besonders tief sei. Der Hauseigentümerverband erachtet einen Leerwohnungsbestand unter einem Prozent als «volkswirtschaftlich ungesund» und fordert, mehr zu bauen, Vorschriften zu reduzieren und Verfahren zu straffen. (rbi)


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