Mit dem Erscheinen seines neuen Albums «Stadt Land Fluss Poet» hat Mundartmusiker Kunz vergangenen Freitag nicht bloss eine Sammlung von zwölf Songs veröffentlicht, sondern ein poetisches Koordinatensystem zwischen Provinz und Weite, Alltag und Aufbruch. Anstatt die üblichen Promo-Pfade zu beschreiten, entschied sich der Luzerner für die direkten Begegnungen. Dorthin, wo seine Lieder ihren Anfang nehmen: im echten Leben. Über 200 Fans aus der ganzen Schweiz bewarben sich für eine spontane Besuchsaktion, vier Stopps wurden ausgelost. Einer davon führte ihn nach Kerns, mitten in eine Religionsstunde.
Dort empfingen ihn schon auf dem Pausenhof eine aufgeweckte Horde Drittklässler mit neugierigen Blicken. Passend zum Albumtitel spielte die Klasse «Stadt, Land, Fluss» und verwandelte die Lektion in eine lebhafte Stunde mit viel Lachen. «Mein eigener Religionsunterricht ist schon eine Weile her», sagte Kunz schmunzelnd. «Aber die grossen Fragen bleiben ja dieselben.»
Nach einer offenen Fragerunde über Musik und das Unterwegssein griff er zur Gitarre. Ein kurzes Akustik-Set sorgte für gespannte Stille und strahlende Gesichter. «In solchen Momenten weiss ich wieder, warum ich Musik mache», so Kunz.
Am 20. März tritt Kunz im Rahmen seiner Schweizer Tour live in der Aula Cher in Sarnen auf. (zvg)


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