Kanton Uri

Kunst auf dem Klausenpass: Einblicke in Leben und Werk von Erna Schillig

Das Projektteam, das zurzeit das Leben und das künstlerische Werk von Erna Schillig aufarbeitet, lädt zum Kunstdinner ein – einem informativen und unterhaltsamen Abend auf dem Klausenpass.

Informativ und unterhaltsam soll der 14. Juli auf dem Klausenpass werden. Der Ort ist gut gewählt, denn die Innerschweizer Künstlerin Erna Schillig (1900–1993) hatte einen engen Bezug zum Klausenpass. «Ziel ist es, das ambitionierte Projekt der Bevölkerung näherzubringen, und dies an einem besonders wichtigen Wirkungsort der Künstlerin», heisst es denn auch in einer Pressemitteilung des Projektteams. Erna Schillig verbrachte die Sommer regelmässig im Hotel ihrer Eltern auf dem Klausenpass.

Das von Felix Schenker, in seiner Funktion als Chefredaktor von arttv.ch, lancierte Projekt, ist massgeblich durch Martin Arnold und seine Frau Marie-Ann vorangetrieben worden. Die beiden haben über 120 Werke der Künstlerin in der ganzen Schweiz ausfindig gemacht. Die Website ernaschilling.ch umfasst neben der Lebensgeschichte von Erna Schillig auch eine Werkschau, die laufend ergänzt wird. «Diese verdeutlicht das vielseitige Schaffen der Künstlerin, das noch wesentlich umfangreicher ist, als es die aktuelle Ausstellung über Erna Schillig im Haus für Kunst Uri zu vermitteln vermag», heisst es in der Mitteilung weiter.

Videos zu Erna Schilligs Leben auf der Website

Sabine Dahinden wird am Kunstdinner neben den Fachpersonen Beat Stutzer und Andreas Gabelmann auch zwei Zeitzeuginnen von Erna Schillig begrüssen. Zu Gast sind Elena Danioth und Brigitte Walker-Germann. Beide haben die Künstlerin privat gekannt. Auf dem Programm steht auch eine musikalische Überraschung, die auf das Leben von Erna Schillig Bezug nimmt. Sabine Dahinden moderiert den Anlass nicht nur, sie realisiert auch acht Videobeiträge zum Leben von Erna Schillig. Vier davon sind bereits unter www.ernaschillig.ch/video abrufbar.

Im Hotel selber werden bis Saisonende einige Werke von Erna Schillig und ihren Künstlerkollegen Heinrich Danioth und August Babberger präsentiert, die in einem Zusammenhang mit der Klausenlandschaft stehen und die Ausstellung im Haus für Kunst Uri bewerben.

Die Künstlerin rückt auch im Haus für Kunst Uri ins Zentrum

Die 1993 verstorbene Künstlerin hat ein vielseitiges Werk hinterlassen. In der aktuellen Ausstellung im Haus für Kunst Uri sind die Arbeiten ihrer vielleicht bekannteren Künstlerfreunde Heinrich Danioth und August Babberger aber nur punktuell zu sehen. Erna Schillig wurde berühmt als erste Textilprofessorin an der Kunstgewerbeschule in Luzern. Neben der Arbeit als Textilkünstlerin war Erna Schillig aber auch als Malerin und Zeichnerin sehr aktiv. Die Künstlerin stand jedoch etwas im Schatten von August Babberger und auch ein wenig in dem von Heinrich Danioth.

Barbara Zürcher, Direktorin im Haus für Kunst Uri, hat die Ausstellung zusammen mit Jürg Nyffeler kuratiert. Sie sagte denn auch beim Presserundgang durch die neue Ausstellung: «Unser Anliegen war es, Erna Schillig ins Zentrum, ans Licht zu führen mit ihrem Werk.» Die Sommerausstellung «Erna Schillig und ihre Musen – August Babberger und Heinrich Danioth» im Haus für Kunst Uri ist bis zum 20. August zu sehen. Gleichzeitig werden auch im Hotel Klausenpass einige Werke von Erna Schillig und ihren Musen gezeigt.

Der Apéro im Hotel Klausenpass am 14. Juli beginnt um 18 Uhr. Das Nachtessen wird ab zirka 19.30 Uhr serviert. Tisch- und Hotelreservationen unter Telefon 041 879 11 64, E-Mail info@hotel-klausenpass.ch. Mehr über Erna Schillig unter: www.ernaschillig.ch

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