Das Kantonsspital Obwalden (KSOW) hat erneut die Re-Zertifizierung für die hebammengeleitete Geburt erhalten. Damit gehört das KSOW schweizweit zu den zwei Spitälern, die dieses Qualitätslabel bereits zum dritten Mal tragen dürfen. Das Team erreichte dabei die volle Punktzahl, heisst es in der Mitteilung des Spitals. Gleichzeitig sei das KSOW jenes Spital, mit den prozentual meisten hebammengeleiteten Geburten in der Schweiz. Die Übergabe der Urkunde erfolgte am Donnerstag durch den Schweizerischen Hebammenverband (SHV).
Während die Geburtenzahlen schweizweit rückläufig seien, verzeichnet das Kantonsspital Obwalden seit Jahren stabile Zahlen. Im vergangenen Jahr seien im Kantonsspital Obwalden insgesamt 270 Kinder geboren worden (2024: 273 Geburten). Die hebammengeleitete Geburt wurde bei 31 Prozent aller Geburten in Anspruch genommen. Dies bestätige den eingeschlagenen Weg: Das Angebot der hebammengeleiteten Geburt werde über die Kantonsgrenzen hinaus von werdenden Eltern geschätzt.
Natürlichkeit der Geburt im Fokus
«Die Natürlichkeit der Geburt liegt uns besonders am Herzen. Deshalb setzen wir auf eine persönliche, hebammengeleitete Begleitung ohne ärztliche Anwesenheit, die sich an den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der werdenden Eltern orientiert», wird Paul Orlowski, Chefarzt der Frauenklinik am KSOW, in der Mitteilung zitiert. Dank der hohen Flexibilität des Hebammenteams sei eine 1:1-Betreuung der werdenden Mutter gewährleistet, was dazu beitrage, medizinische Interventionen auf ein Minimum zu reduzieren.
«Diese positive Entwicklung verdanken wir vor allem unserem engagierten Team», betont der Chefarzt der Frauenklinik. «Die Erfahrung, Kompetenz und Empathie unserer Mitarbeitenden schaffen eine Atmosphäre, in der sich werdende Eltern gut aufgehoben fühlen. Genau das macht den Unterschied aus.» (rwi/zvg)



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