Es geht voran mit der Planung des Grabenhof-Parks: Der Krienser Stadtrat beantragt beim Stadtparlament einen Sonderkredit in der Höhe von 6,33 Millionen Franken für die Umsetzung des Projekts. Wie die Exekutive im Bericht und Antrag schreibt, biete sich das Projekt «Lucus» der Stadtluzerner Freiraumarchitektur Gmbh für eine schrittweise Umsetzung an. «Damit können Bedürfnisse berücksichtigt werden, die heute allenfalls noch gar nicht bekannt sind.» Für die Etappierung wurden nun verschiedene Varianten ausgearbeitet.
Im Zuge des Grundausbaus, mit dem der Park nutzbar wird, sollen unter anderem Wege angelegt, eine Beleuchtung angebracht sowie Veloabstellanlagen gebaut werden. Rund 16'000 Quadratmeter sollen begrünt und 150 grosskronige Bäume gepflanzt werden, insbesondere entlang des geplanten Bogenwegs und an den Aufenthaltsplätzen. Auf der Lichtung in der Parkmitte sollen ein Spielplatz, ein Gebäude für Betrieb und Unterhalt, eine WC-Anlage sowie ein gedeckter Pavillon entstehen, wobei in Letzterem ein Buvettenbetrieb möglich wäre.
Die rund 350'000 Franken, welche die projektierte Auenlandschaft im naturnahen Parkteil am Schlimbach kosten wird, werden vom Kanton Luzern übernommen. Die entsprechenden Massnahmen können in dessen Hochwasserschutzprojekt Schlimbach integriert werden.
Ergänzungen würden gut eine Million kosten
Weitere Massnahmen, die im Siegerprojekt ebenfalls vorgesehen sind, können entweder zeitgleich mit dem Grundausbau oder zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden. Der Stadtrat empfiehlt, ein gedecktes Picknickzelt sowie ein Angebot an Spiel- und Sportausstattungen für alle Altersgruppen auf dem «Alltagsplatz» beim nördlichen Parkeingang ebenfalls direkt zu erstellen. Dies, da der Park von Anfang an «einen Mehrwert für alle Generationen bieten soll». Diese Variante soll die vom Stadtrat beantragten 6,33 Millionen kosten.
Andere Elemente des Projekts «Lucus» sollen später hinzukommen. Geplant ist, dass 150 zusätzliche Bäume an warmen Tagen ein angenehmeres Klima gewährleisten und die ökologische Vielfalt im Park erhöhen. In der Auenlandschaft am Schlimbach wiederum soll ein Turmzelt das Beobachten des Naturraums ermöglichen. Diese beiden Ergänzungen würden jeweils ungefähr 720'000 Franken und 300'000 Franken kosten.
183'000 Franken jährliche Unterhaltskosten
Da das Areal Grabenhof der Stadt Luzern gehört, zahlt die Stadt Kriens dieser für das Baurecht einmalig 660'000 Franken. Damit verbunden sind Notariats- und Grundbuchkosten von rund 10'000 Franken. Für den Unterhalt der Parkanlage rechnet der Stadtrat mit jährlichen Kosten von etwa 183'000 Franken.
Das Stadtparlament wird am 24. September über das Geschäft entscheiden. Wird es angenommen, geht der Stadtrat davon aus, dass das Projekt im Frühjahr 2027 zur Baubewilligung vorliegen wird. Die Arbeiten für den Park würden eng mit jenen für den Bogenweg abgestimmt, dessen Baugesuch noch bis am 7. September aufliegt. Mit der Eröffnung des Parks oder Teilen davon sei voraussichtlich im Frühling 2029 zu rechnen.

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