Aufgrund des Bevölkerungswachstums muss die Stadt Kriens ihren Schulraum stark ausbauen: Rund 35 zusätzliche Kindergarten- und Schulklassen braucht es in den nächsten zehn Jahren. Dafür muss praktisch jede Schulanlage in Kriens erweitert werden, wie der Stadtrat in der Schulraumstrategie aufzeigt ; teils sind Bauten auf Pausenflächen oder Spielwiesen vorgesehen. Weiter sollen das Kirchenzentrum St. Franziskus, genannt Senti, in eine Schule umgebaut und externe Räume zugemietet werden; etwa im Schappe-Center.
Die Schulraumstrategie hat der Einwohnerrat am Donnerstag einstimmig zur Kenntnis genommen. Der Bericht kam insgesamt gut an. Dass Ausbauten nötig sind, war unbestritten.
Finanzierung als grosse Herausforderung
Betont wurde mehrfach, dass die Finanzierung zur grossen Herausforderung wird. Für kritische Stimmen sorgten die angedachten Erweiterungsbauten auf Pausen- und Rasenflächen (beispielsweise bei den Schulen Brunnmatt, Amlehn, Feldmühle, Obernau oder Krauer). Erwähnt wurde, dass gemäss Krienser Bau- und Zonenreglement Spielplätze und Freizeitanlagen grundsätzlich erhalten beziehungsweise ersetzt werden müssten.
In der Detailberatung wurde ein Antrag von Patrick Koch (SVP) überwiesen, der fordert, dass auf einen Schulerweiterungsbau auf der Krauerwiese «nach Möglichkeit verzichtet» wird, so der Wortlaut. Es handle sich um eine wichtige Spielwiese für die breite Bevölkerung, sagte Koch.
Der Antrag ist für den Stadtrat nicht bindend und die Formulierung lässt einen gewissen Spielraum. Der Einwohnerrat setzt damit vor allem ein Zeichen, bevor die konkrete Planung beginnt – denn die jeweiligen Baukredite müssen vom Parlament bewilligt werden. So weit ist es aber noch nicht. Als Nächstes will der Stadtrat in einem Planungsbericht mehr Details zu den Ausbauten darlegen.

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