Wärmeverbund Kriens

Heizzentrale im Obernau soll bald 3300 Haushalte beheizen

Rund 23 Millionen Franken soll die geplante Holzheizzentrale kosten. Der Baustart soll frühestens im Sommer 2027 erfolgen.

Das Vorprojekt für die Holzheizzentrale im Gebiet Rainacher in Kriens Obernau ist abgeschlossen. Am Mittwoch informierten Energie Wasser Luzern (EWL) und die Stadt Kriens die Bevölkerung über den aktuellen Stand, teilt EWL mit. Rund 23 Millionen Franken sollen für die Heizzentrale des Wärmeverbunds Kriens mit 1400 Quadratmetern Baufläche investiert werden. Diese soll dereinst rund 3300 Haushalte versorgen.

Die Baueingabe soll Anfang 2027 erfolgen. Der Baustart finde frühestens im Sommer 2027 statt. Dauern sollen die Arbeiten rund 15 Monate. Ab Herbst 2028 sollen erste Gebäude mit Wärme versorgt werden. «Wir sind auf Kurs», wird EWL-Geschäftsleitungsmitglied Martin Arnold in der Mitteilung zitiert.

Betrieben wird die Heizzentrale mit Holzschnitzeln aus der Region, die via Rengglochstrasse angeliefert werden. An Spitzentagen soll ein Gaskessel die Wärmeversorgung sicherstellen. Zum Einsatz kommen soll dieser auch bei Ausfällen.

«Energie aus Kriens für Kriens»

Parallel zur Planung wird das Wärmenetz etappenweise ausgebaut, heisst es weiter. Die ersten Leitungen werden bereits im Rahmen verschiedener Strassen- und Infrastrukturprojekte gebaut. So haben im Sommer an der Houelbachtstrasse Arbeiten begonnen. Ab Mitte 2027 soll der gezielte Ausbau des Wärmenetzes in Obernau stattfinden. «Der Zeitpunkt für Energie aus Kriens für Kriens ist der richtige», so Stadtrat Maurus Frey. 50 bis 70 Prozent des Wärmebedarfs im Konzessionsgebiet soll die Heizzentrale abdecken.

Ab 2035 soll über den Bypass-Autobahntunnel zusätzliche Wärme der Fernwärme Luzern AG bezogen werden. Im Endausbau soll der Wärmeverbund Kriens rund 5000 Haushalte versorgen und jährlich rund 19'000 Tonnen CO₂ einsparen. Eigentümer können auf der EWL-Website prüfen, ob ihre Liegenschaft im Versorgungsgebiet liegt und wann ein Anschluss geplant ist. (gwa)

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