Sportanlage Kleinfeld

Wieso ist Beachvolley kostenpflichtig? Krienser Stadtrat erklärt sich

Die Gebühren für die Beachvolleyballfelder beim Kleinfeld haben für Verwirrung gesorgt. Nun sagt der Stadtrat, was gilt.

Vor rund drei Jahren wurde die Kleinfeldwiese in Kriens umgestaltet und frei zugänglich gemacht. Zuvor war sie umzäunt und gehörte quasi zum benachbarten Parkbad. Damals schrieb die Stadt auf ihrer Website, dass die ebenfalls erneuerten Beachvolleyballfelder kostenlos genutzt werden können. Das trifft aber nur für gewisse Nutzergruppen zu, wie die Junge Mitte in einer aktuellen Interpellation schreibt. Die Gebühren stellten für «junge Krienserinnen und Krienser eine Hürde für die Nutzung der Felder dar». Diese Abweichung von der ursprünglichen Ankündigung sei «nicht nachvollziehbar».

Tatsächlich sei die damalige Formulierung «vereinfacht» gewesen und sollte präzisiert werden, schreibt der Stadtrat in der Interpellationsantwort. Auch das Infoplakat vor Ort könnte «präziser sein». Die Regelung sehe wie folgt aus: Kostenlos sei die Nutzung für Gäste des Parkbads, Kinder, Krienser Schulen zu Unterrichtszeiten und Krienser Sportvereine am Abend mit Online-Reservation. Ansonsten könne man ein Feld für 40 Franken pro Doppelstunde online reservieren. Nutzungsgebühren gebe es schon seit 2005. Neu sei die Aufforderung vor Ort, 5 Franken pro Person via Twint zu bezahlen, wenn man keine Reservation hat beziehungsweise nicht zur Gratisnutzung berechtigt ist.

Padel wird kostenpflichtig sein

In den kommenden Jahren sind auf der Kleinfeldwiese weitere Sportanlagen geplant. Die Beach-Anlage werde 2027 um ein siebtes Feld erweitert. Damit biete sich die Gelegenheit, die Nutzungsbedingungen «zu überprüfen, zu präzisieren und transparent zu kommunizieren», so der Stadtrat. Zudem sollen Padel- und Pickleball-Felder entstehen, die kostenpflichtig sein werden. Weiter vorgesehen ist eine Freiluftsporthalle, für die es noch eine Regelung brauche – wobei keine Gratisnutzung für alle vorgesehen sei.

«Alle anderen Nutzungen stehen der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung», so der Stadtrat. Geplant sind etwa Petanque-Bahnen, Streetbasketballfelder, eine Laufbahn oder eine Parkour-Anlage.

In der Interpellationsantwort gibt der Stadtrat noch die Kosten für die Verschiebung und Erneuerung der Beachvolleyballfelder bekannt: Diese fielen mit 607'000 Franken fast doppelt so hoch aus wie ursprünglich angenommen. Die Stadt Kriens habe ihren Beitrag von 27'000 auf 50'000 Franken erhöht, ihr Darlehen von 150'000 auf 250'000 Franken. Den «überwiegenden Teil der Mehrkosten» sowie den laufenden Betrieb und Unterhalt trage der Beach Club Kriens. Dieser müsse das Darlehen innerhalb von 15 Jahren zurückzahlen. Die Nutzungsgebühren tragen zur Finanzierung dieser Verpflichtungen bei. (std)

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