Die Oberstufenschülerinnen und -schüler von Göschenen, Gurtnellen und Wassen besuchen bereits einen gemeinsamen Schulunterricht. Ob eine weitere Zusammenlegung auch auf Primarstufe sinnvoll ist oder nicht, diese Frage beschäftigt zurzeit die drei Gemeinden. Denn sinkende Schülerzahlen und ein anstehender Sanierungsbedarf am Oberstufenschulhaus in Gurtnellen machen eine vorausschauende Planung notwendig. Seit Januar 2024 arbeitet eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen der drei Gemeinderäte (Gurtnellen, Wassen, Göschenen), des Kreisschulrates und der Schulleitung an möglichen Zukunftsszenarien für die Kreisschule Urner Oberland. Ziel ist es, den Schulbetrieb langfristig pädagogisch sinnvoll, organisatorisch tragfähig und finanziell verantwortbar sicherzustellen.
Wie die Verantwortlichen nun in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, stehen drei verschiedene Stossrichtungen im Zentrum der Überlegungen: das Weiterführen der heutigen Strukturen mit einem Schulbetrieb in Gurtnellen, Wassen und Göschenen; eine Zusammenführung aller Schulstufen am Standort Gurtnellen im Oberstufenschulhaus und ehemaligen Primarschulhaus Wiler oder eine Auslagerung der Oberstufe in Kooperation mit Nachbargemeinden und Führung von Kindergarten und Primarschule im bisherigen Oberstufenschulhaus in Gurtnellen.
Parallel dazu wurden unterschiedliche Varianten für eine energetische Sanierung des Oberstufenschulhauses in Gurtnellen geprüft. «Sanierungsmassnahmen und Änderungen bei den Schulstandorten sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass der Schulbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird und die Schule eine verlässliche Planungsgrundlage für ihre organisatorische, pädagogische und personelle Entwicklung hat», heisst es in der Mitteilung.
An einer Veranstaltung vom Mittwochabend erhielten die Einwohnerinnen und Einwohner einen Einblick in diese Überlegungen. Und auch das Stimmungsbild aus der Bevölkerung nahmen die Verantwortlichen auf. Der Kreisschulrat betont, dass es sich dabei ausdrücklich um eine Zwischenetappe handelt. «Die Rückmeldungen aus der Veranstaltung fliessen in die weitere Arbeit der Arbeitsgruppe ein. Über konkrete Sanierungsmassnahmen oder allfällige Änderungen des Kreisschulstatuts werden zu einem späteren Zeitpunkt die Gemeindeversammlungen der drei Gemeinden entscheiden.» (zvg/inf)


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