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Uri

Trockener Winter bremst Energieproduktion

Die Kraftwerke Gurtnellen und Schächen blicken auf ein herausforderndes, aber doch erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/25 zurück: Trotz tieferer Produktion überzeugten beide Anlagen mit hoher Verfügbarkeit und starker regionaler Wertschöpfung.
Blick in den Maschinenraum des Kraftwerks Gurtnellen.
Bild: zvg

Im Geschäftsjahr 2024/25 betrug die Jahresproduktion der Kraftwerk Gurtnellen AG 33,8 Millionen Kilowattstunden, jene der Kraftwerk Schächen AG 17,1 Millionen Kilowattstunden erneuerbarer Energie. Damit lag die Produktion bei beiden Wasserkraftwerken unter dem Vorjahreswert, was insbesondere auf das trockene Winterhalbjahr zurückzuführen ist. Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der beiden Kraftwerke, betonte an der Generalversammlung jedoch: «Dank der langjährigen Erfahrung und des grossen Know-hows unserer Kraftwerkspezialisten von Energie Uri ist es uns gelungen, die verfügbare Wasserkraft bestmöglich zu nutzen.» Dies zeigt sich auch in der hohen Verfügbarkeit der Anlagen: Das Kraftwerk Gurtnellen erreichte 98,9 Prozent, das Kraftwerk Schächen 98,3 Prozent.

An der Generalversammlung am Donnerstag, 12. März, hob Werner Jauch die zahlreichen Vorteile der Wasserkraft hervor: Vergleicht man die verschiedenen erneuerbaren Energietechnologien, zeigt sich, dass die Laufwasserkraft mit rund 4000 Volllaststunden pro Jahr den höchsten Wert erreicht. Auch beim Ausstoss von CO₂-Äquivalenten – einer Masseinheit zur Vergleichbarkeit der Klimawirkung verschiedener Treibhausgase – überzeugt die Wasserkraft.

Wichtige Abgaben an die öffentliche Hand

Neben der erneuerbaren Energieproduktion generieren lokale Wasserkraftwerke wie keine andere erneuerbare Energieform jährlich wiederkehrende Wertschöpfung dort, wo der Strom produziert wird. Dazu zählen insbesondere Abgaben in Form von Wasserzinsen, Steuern und Dividenden, die dem Kanton Uri, der Korporation Uri sowie den Gemeinden Gurtnellen, Schattdorf und Bürglen zugutekommen.

Bei der Kraftwerk Gurtnellen AG, einem Partnerwerk von Energie Uri und der Korporation Uri, belaufen sich diese Abgaben an die öffentliche Hand auf rund 1 Million Franken pro Jahr. Bei der Kraftwerk Schächen AG, einem Partnerwerk von Energie Uri, dem Kanton Uri und der Korporation Uri, sind es knapp 630’000 Franken. Werner Jauch weiter: «Hinzu kommen die Arbeitsplätze für Betrieb, Unterhalt und Energiebewirtschaftung durch die Energie-Uri-Leitstelle, die weitere regionale Wertschöpfung schaffen.»

An der Generalversammlung fanden bei der Kraftwerk Schächen AG in diesem Jahr Gesamterneuerungswahlen statt. Sämtliche bisherigen Mitglieder wurden wiedergewählt. Der Verwaltungsrat setzt sich weiterhin wie folgt zusammen: Werner Jauch (Präsident), Michael Bissig (Vizepräsident), Christian Gisler (Mitglied) und Lukas Wyrsch (Mitglied). Der Verwaltungsrat der Kraftwerk Gurtnellen AG wurde bereits im Vorjahr für drei Jahre gewählt. (zvg)

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