Der Saal des Pfarreiheims in Sachseln war gut gefüllt, als Präsident Christian Rohrer-Hofer die rund siebzig Korporationsbürgerinnen und -bürger zur diesjährigen Korporationsversammlung in Sachseln begrüsste.
Kulturlandverwalter Peter von Ah-Gretener stellte das Traktandum für eine Erweiterung der Baurechtsfläche im Gebiet Diechtersmatt vor. Dabei würde der Firma Fanger Elementtechnik AG 5000 m² Kulturland im eingeschränkten Baurecht abgetreten. Im Gegenzug erhielte die Korporation Sachseln 3 500 m² Fläche in renaturiertem Zustand zurück. Gleichzeitig würde der Baurechtszins für die gesamte abgetretene Fläche erhöht. Auf dem Gelände seien keine Hochbauten möglich und bei Betriebsaufgabe gäbe es eine Rückführung des Kulturlandes an die Korporation Sachseln.
Dringend benötigte Einnahmen
Darauf meldeten sich sowohl Befürworter als auch Gegner zu Wort. Der erste Redner wehrte sich für die Erhaltung des Kulturlandes und forderte die Rückweisung des Geschäfts. Einige Redner setzten sich für die Firma ein, denn mit dem dringend benötigten Lagerplatz stärke man ein lokales Unternehmen, das rund 50 Arbeitsplätze anbiete. Es sei zudem auch für die Korporation Sachseln ein gutes Geschäft, das ihr dringend benötigte Einnahmen ermögliche.
Korporationspräsident Christian Rohrer-Hofer warb für ein Ja zu dieser Vorlage. In den letzten sechs Jahren habe man mit den Alpen jährlich Verluste erlitten. Eine Querfinanzierung durch den Bereich Forst sei gesetzlich nicht möglich. Deshalb sei die Korporation auf eine langfristige wirtschaftliche Lösung angewiesen. In der nachfolgenden Abstimmung wurde dem Geschäft zugestimmt. Allerdings müssen sowohl die Gemeindeversammlung Sachseln als auch der Kanton Obwalden dieser Teilzonenplanrevision noch zustimmen.
Wahlen und diverse Geschäfte
Mit Applaus wurden sowohl der langjährige Präsident Christian Rohrer-Hofer als auch der Vizepräsident Peter von Ah-Gretener für ein weiteres Jahr in ihren Ämtern bestätigt.
Finanzverwalterin Beatrice Rohrer stellte die Jahresrechnung 2025 vor. Diese schloss bei einem Gesamtaufwand von knapp 3 Millionen Franken mit einem kleinen Gewinn von 4490 Franken ab. Unter anderem die geringere Unterstützung von Bund und Kanton für den Forstbetrieb bescherte der Forst-Rechnung Mindereinnahmen. Die Jahresrechnung 2025 wurde diskussionslos genehmigt.
Über den Stand der Sanierungsarbeiten an der Älggistrasse (Abschnitt Blatten bis Älggi) informierte Strassenverwalterin Barbara Spichtig. Diese sei auf Kurs, im Herbst entscheide der Kantonsrat Obwalden über die Finanzierung und anschliessend der Bund. Gleichzeitig würden entsprechende Offerten eingeholt, damit mit der Sanierung im Frühjahr 2027 gestartet werden könne.
Zum Schluss informierte Korporationspräsident Rohrer über die Wärmeverbund Sachseln AG, an der die Korporation mit 51 Prozent beteiligt ist. Diese sei auf guten Wegen. Bereits seien 126 Anschlüsse realisiert und 2025 seien 7,54 Millionen kWh Energie verkauft worden. Dies entspreche 25 Tanklastwagen mit rund 750 000 Litern Heizöl. Zudem werde das Netz weiter ausgebaut, damit einheimische Energie aus Sachsler Wäldern noch besser genutzt werden könne. (zvg)



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