25 Parteimitglieder begrüsste Claudia Brunner, Präsidentin der SVP Uri, am 23. Januar in Unterschächen zur Parteiversammlung. Im Mittelpunkt stand die Umweltverantwortungsinitiative, über die das Stimmvolk am 9. Februar abstimmen wird. Erst gedachten die Anwesenden jedoch ihrem kürzlich verstorbenen Parteimitglied und Silener Landrat Daniel Müller. Er ist am 9. Januar nach einer längeren Erkrankung verstorben.
«Verheerende Folgen für Arbeitnehmende»
Wie es in einer Mitteilung der SVP Uri heisst, erklärte Claudia Brunner den Anwesenden, was die «extreme und realitätsfremde Initiative» fordere: Die wirtschaftliche Tätigkeiten dürften nicht mehr Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, als für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen erlaubt ist. Für die Umsetzung dieser Initiative ‹Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen› werde lediglich eine Frist von zehn Jahren gesetzt. «Das ist schlichtweg unrealistisch», so die Präsidentin. Sie warnte, dass bei einer Annahme der Initiative der Wirtschaftsstandort Schweiz geschwächt und Gefahr laufe, dass Firmen ins Ausland abwandern, da sie gewisse Produkte gar nicht mehr herstellen könnten. «Die verheerende Folge wäre dann der Verlust an wertvollen Arbeitsplätzen.»
Die Annahme der Initiative würde im Alltag – nicht nur beim Kauf von Geräten und Kleidern, sondern auch bei Wohnen, Essen, Freizeit und Ferien – zu enormen Verteuerungen führen. Die Ausführungen überzeugten die Anwesenden. Sie folgten der Empfehlung des Kantonalvorstandes diskussionslos und fassten einstimmig die Nein- Parole.
Im Anschluss stellte Martin Huser die Statutenrevision vor. Über diese wird an der GV vom 27. März befunden. Thematisiert wurde zudem die kantonale Volksinitiative «Schneehuhn und Schneehase leben lassen!». Brunner informierte, dass sie als Gegnerin an einer Debatte des Regionalfernsehens teilgenommen habe. Der Fernsehbeitrag werde demnächst ausgestrahlt. (inf)

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