Kaum sind die Korrekturarbeiten am Dach des KKL Luzern abgeschlossen, tut sich eine neue Baustelle auf. Nachdem die Sanierung des überhängenden Daches seit wenigen Tagen abgeschlossen ist, haben diverse probebohrungen am Warmdach – dem Dach über den KKL-Sälen – neue Sicherheitsrisiken offenbart. Und zwar ist auch das Warmdach derart beschädigt, dass diese Schäden einen unmittelbaren Einfluss auf die Stabilität des Daches haben.
«Unsere Tests zeigten, dass die Dachkonstruktion bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h dauerhaft Schaden nimmt», erklärt Daniel Kramer, CEO der Emch+Berger Gesamtplanung Hochbau in Bern. Darum wird bereits im Frühjahr 2014 eine weitere, letzte Etappe der Dachkorrektur fällig. Bislang wurde angenommen, dass die Korrektur dieser Dachfläche nicht dringlich ist und erst in ein paar Jahren zu erfolgen hat, wie der KKL-Präsident Pius Zängerle in einer Mitteilung zitiert wird. Die vertiefte Analyse des Warmdachs hat nun aber ein anderes Bild gezeigt. Bis Ende 2014 soll das gesamte KKL Dach nachhaltig korrigiert sein, wie das KKL mitteilt.
Gerichtliches Schiedsverfahren
Das KKL geht davon aus, dass die Korrekturen am Dach Garantiearbeiten sind. Allerdings sind die Vergleichsverhandlungen mit der Totalunternehmerin (Siemens und Pöyry) gescheitert. Es laufe nun ein gerichtliches Schiedsverfahren, das völlig offen sei, erklärte Zängerle in der Mitteilung.
Bislang schätzte das KKL, dass die Sanierung des gesamten Daches (Vor- und Warmdach) 18 Millionen Franken kosten. Nach Abschluss der Vordachsanierung geht es aber davon aus, dass sich die Gesamtkosten nur auf 14 bis 15 Millionen Franken belaufen werden.
Bisher finanzierte das KKL die Arbeiten aus der eigenen Liquidität. Mittelfristig gehe diese Rechnung aber nicht mehr auf, schreibt das KKL. Die Regierungen von Stadt und Kanton Luzern hätten für diesen Fall ein Darlehen von 13,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt.
EWL prüft definitive Photovoltaikanlage auf dem KKL-Dach
Seit dem Frühjahr 2012 testete EWL energie wasser luzern auf dem Dach des KKL Luzern die Produktion von Solarstrom auf dem KKL-Dach. Dazu wurden auf einer Fläche von 44 Quadratmetern Solarfolien aus amorphem Silizium auf die Dachhaut geklebt. Nach dem Ende der einjährigen Testphase ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Die Fotovoltaik-Anlage funktionierte einwandfrei und lieferte den erwarteten Stromertrag. Zurzeit laufen Abklärungen zur Installation einer definitiven Photovoltaikanlage auf dem KKL-Dach. Bis Frühjahr 2014 will EWL über das weitere Vorgehen zur Fotovoltaik auf dem KKL Dach entscheiden.
pd/nop

Kommentare
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Wie blöd muss der Steuerzahler eigentlich sein, dass er sich solche Zahlen als bares auftischen lässt und noch das Gefühl hat, dies sei eben widerstandslos Gott gegeben. Die völlig unfähigen Verantwortlichen sind mal wieder nicht haftbar und weisen jede Schuld von sich. Ich frage mich gerade, wie das geht das eine Dachsanierung 18 Millionen kosten kann. Ich denke da verdienen vermutlich auf Kosten des Steuerzahlers wieder einige weiterhin goldene Nasen, da vermutlich die gleichen unfähigen Fachpersonen wie schon beim Bau des KKL (Daches) immer noch in den entsprechenden Gremien sitzen und nötigenfalls alles Abnicken, um ja möglichst nicht selber das Gesicht zu verlieren. Wie weit müssen wir Steuerzahler noch gebeutelt werden, bis wir solche total schwachen und komplett inkompetenten, überbezahlten s.g. Fachleistungen, einfach nicht mehr länger tolerieren und berappen werden?
ist doch kein problem - sanieren wir es mit den steuergeldern...
dafür kann man ja bei der reinigung der strassen sparen in luzern (gestern nettes briefchen erhalten)
Das war doch von Anfang an klar dass dieser Bau neben der fiesen Optik am schönen See auch sehr konstenintensiv betrieben werden muss. Auch die Innenarchitektur ist eine Faust (des Architekten) ins Gesicht (derjenigen die darin arbeiten. Eine handvoll Praxisbefremdete haben sich daran eine goldene Nase verdient, nun blutet jeder einzelne Luzerner für diesen hässlichen Bau.
Man kann sich doch zu jedem Thema seine Meinung bilden. Lieber äussern und anecken als die Faust im Sack machen. Und man muss ja nicht alles so ernst nehmen.
Von unten gesehen finde ich das Dach nicht einmal hässlich, es entsteht eine gute Atmosphäre bei Anlässen unter dem Dach. NAtürlich finde ich es aber absolut überteuert.
Da hat sich Luzern ein teures Billigobjekt voller Fehlkonstruktionen eingehandelt. Da sind wohl nun Sponsoren, Architekten und Projektleiter nicht mehr erreichbar. All die teuren Kontrolleure haben wohl ihr Honorar zu Unrecht eingestrichen.
Seien wir ehrlich, da wird bei Siemens, Nouvel oder Thmas Held nichts mehr zu holen sein und Stadt und Kanton werden in den sauren Apfelbeissen müssen. Alles andere ist Augenwischerei.
Nach 5 Jahren , früher 10 Jahre für versteckte Mängel gibt es gar nichts mehr. Wie hiess der Planerund Bauer des KKL gleich noch wieder?
Ich frage mich nur was an diesem KKL überhaupt von Anfang gut war! Dauernd stehen diesem superbau neue Reparaturen an und bezahlen kann es immer der Steuerzahler. Ich würde her Nuvell dafür haftbar machen. Das ist ja schliesslich alles auf seinem Mist gewachsen.