Kanton Obwalden

Neuer Standort für Ambulatorium

Das Ambulatorium des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) hat neue Räume in Sarnen bezogen.
Blick in die Räumlichkeiten des KJPD in Sarnen.
Bild: zvg

Das Ambulatorium des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) der Luzerner Psychiatrie AG (Lups) unterstützt Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren und deren Familien bei psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Belastungen. Bis vor kurzem waren seine Mitarbeitenden auf verschiedene Räume im Kantonsspital Obwalden sowie auf das Provisorium an der Brünigstrasse 180a (Schwesternhaus) verteilt.

Mit dem Bezug des umfassend sanierten Kopfbaus des Benediktiner-Kollegiums – dem sogenannten «Schlössli» – verfüge das Team nun über moderne Räumlichkeiten, die optimale Voraussetzungen für eine zeitgemässe ambulante psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung böten, schreibt die Lups in einer Mitteilung. Der neue Standort an der Brünigstrasse 175 sei gut mit dem Auto sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Verbesserte Zusammenarbeit und Raum für Entwicklung

Der Umzug markiere einen wichtigen Entwicklungsschritt für das Ambulatorium: «Die Konzentration an einem Standort stärke die interdisziplinäre Zusammenarbeit und ist auch für unsere Patientinnen und Patienten eine spürbare Verbesserung», wird Oliver Bilke-Hentsch, Chefarzt Kinderund Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und Mitglied der Geschäftsleitung der Lups. Die neuen Therapieräume ermöglichten ein noch effizienteres Teamwork, ergänzt Edith Blum, Leitende Psychologin und Stellenleiterin des Ambulatoriums KJPD Sarnen. «Mittelfristig schaffen sie auch Raum für die Erweiterung unseres fachlichen Angebots.» Das aktuelle Angebot beinhalte umfassende psychodiagnostische Abklärungen, einzel- und familientherapeutische Behandlungen einschliesslich System- und Familiengespräche, Medikation sowie beratende Unterstützung für Eltern.

Das Ambulatorium des KJPD sei in ein vielfältiges interdisziplinäres Versorgungsnetz eingebunden und pflege eine enge Zusammenarbeit mit Schuldiensten, dem stationären Bereich des KJPD, der Erwachsenenpsychiatrie sowie weiteren Fachstellen der Kinder- und Jugendversorgung in den Kantonen Ob- und Nidwalden. Je nach Bedarf würden ergänzende therapeutische Angebote wie Logopädie, Psychomotorik oder Ergotherapie einbezogen.

«Positives Signal für die Kinder- und Jugendpsychiatrie»

Bei seinem Besuch im Ambulatorium sagte Christoph Amstad, Landstatthalter und Vorsteher des Sicherheits- und Sozialdepartements des Kantons Obwalden, der Bezug der neuen Räumlichkeiten sei ein positives Signal für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Zentralschweiz. «Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zunehmen, braucht es zentrale und qualitativ hochwertige Angebote.» Rémy Gasser, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Lups, betonte, dass der neue Standort nicht nur die Rahmenbedingungen verbessere. «Es ist auch ein klares Bekenntnis zum Standort Sarnen und ein konkretes Beispiel dafür, dass die Lups die psychiatrische Versorgung bedarfsgerecht weiterentwickelt: wohnortsnah und vernetzt.»

Die Luzerner Psychiatrie hat mit dem Eigentümer des Gebäudes, dem Benediktiner-Kollegium Sarnen, einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. «Die Räumlichkeiten im ‹Schlössli› erfüllen unsere Anforderungen vollumfänglich», erklärt Thorsten Fink, Leiter Betrieb & Infrastruktur, Mitglied der Geschäftsleitung der Lups und Obwaldner Kantonsrat. «Gleichzeitig bietet der langfristige Vertrag uns und unseren Patientinnen und Patienten Planungssicherheit für die kommenden Jahre.» (mu)

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