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Zug

Kippmomente in Holz oder die Grenzen der Ästhetik

Der Stanser Holzbildhauer Rochus Lussi präsentiert in Zug eine Auswahl seiner Werkgruppen.
Rochus Lussi: Umhang, Holz in Farbe gefasst.
Bild: zvg

Rochus Lussi (*1965) spielt mit der Ästhetik. Immer mit im Raum die Frage: Wo sind ihre Grenzen? Lussis Objekte sind Blickfänger. Berühren sie? Faszinieren sie bloss? Oder stossen sie gar ab? Es sind beispielsweise Schalen von menschlichen Körperteilen, Skulpturen von Reptilien oder toten Vögeln, Schafe auf Rädern... Alles installativ präsentiert und repräsentativ für Lussis Schaffen – und seine Intention. Der versierte Bildhauer will mit seinen Werken Fragen aufwerfen und mitunter bewusst für Irritation sorgen, so dass die menschliche Existenz zu einem wesentlichen Diskussionspunkt wird. Als «Kippmomente zwischen der Verletzbarkeit und der Wehrhaftigkeit und der Frage nach Täter und Opfer» umschreibt Lussi die beiden zentralen Themen in seinem Schaffen.

Der in Stans lebende Künstler hat seine Ausbildung in Brienz, Luzern und Prag absolviert und ist seit 1992 freischaffend. 2019 ist er mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet worden.

Derzeit ist er im Rahmen der Ausstellung «Rochus Lussi – undercover» in der Zuger Galerie Carla Renggli (Ober Altstadt 8) präsent. Hier wird eine Auswahl von repräsentativen Werkgruppen aus dem Atelier des Nidwaldners gezeigt. Die Ausstellung läuft noch bis und mit 5. Juli. Am Samstag, 14 Juni (11-15 Uhr). und am Freitag, 27. Juni (16-19 Uhr). findet jeweils eine Begegnung mit dem Künstler statt. (fae)

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