Philipp Unterschütz
Philipp Unterschütz
Nach rund viereinhalb Jahren Bauzeit ist es im nächsten Frühjahr so weit: Die lang erwartete Eröffnung des Hotel Palace in Engelberg wird den Blick der weltweiten Tourismusbranche auf sich ziehen. Und seit Dienstag ist nun auch klar, wer das erste Fünfsternehotel in Engelberg führen wird: Die Kempinski Hotels S.A. hat das neue Prunkstück der Destination unter dem Namen «Kempinski Palace Engelberg» mit Unterzeile «Titlis – Swiss Alps» in ihr Portfolio aufgenommen. Mit der Hotelbesitzerin Han's Europe AG, welcher auch das Palace in Luzern gehört, ist vor zwei Wochen ein entsprechender Managementvertrag unterzeichnet worden. Bei Kempinski, dessen Ursprung in Berlin und der heutige Hauptsitz in Genf liegt, handelt es sich um die älteste europäische Luxushotelgruppe. Sie betreibt heute 78 Fünfsternehäuser in 34 Ländern.
Angesichts der schon in wenigen Monaten anstehenden Eröffnung scheint der Entscheid eher spät gefallen zu sein. Thomas Dittrich, Geschäftsführer der Han’s Europe AG, bestätigt, dass ursprünglich bereits im Sommer die Bauübergabe vorgesehen war, man aber baulich wegen Corona und den dadurch ausbleibenden Lieferungen in Verzug kam. Doch die Zusammenarbeit mit Kempinski habe schon viel früher begonnen. «Wir haben gemeinsam die Situation wegen Corona analysiert und sind schon im Sommer zum Schluss gekommen, dass wir die Eröffnung nicht auf die Wintersaison hin machen.» Dies zahle sich insofern auch aus, dass bei der Eröffnung der Bau inklusive allfällige Mängelbehebung bis ins letzte Detail abgeschlossen sei.
Das «Kempinski Palace Engelberg» verfügt über 129 Zimmer im Fünfsternestandard sowie einen grossen Spa- und Wellnessbereich im Dachgeschoss. Die Rekrutierung der bis 130 Mitarbeitenden hat bereits begonnen und soll bis Ende Jahr nahezu abgeschlossen sein. Im Hotel werde auch mit Fünfsternestandard eine lockere, ungezwungene Atmosphäre herrschen, sagt Dittrich. «Dennoch bieten wir auch dem anspruchsvollen Geniesser einen perfekten Service.»
Profitieren von der Marke Kempinski
Thomas Dittrich schwärmt davon, wie man bei der Zusammenarbeit gemerkt habe, wie sehr die beiden Partner, das Projekt und die Destination Engelberg zueinander passen. Die Liebe wird offensichtlich erwidert. «Mit seiner Geschichte, dem baulichen Charakter und dem sehr hohen Ausbaustandard passt das ‹Kempinski Palace Engelberg› hervorragend zu uns», lässt sich auch Martin R. Smura, Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzender der Kempinski-Gruppe, in einer Medienmitteilung zitieren.
«Wir haben einen Riesenwurf mit diesem Betreiber gemacht, insbesondere in dieser schwierigen Zeit für die Hotellerie», freut sich Thomas Dittrich und bestätigt, dass sich auch andere renommierte Unternehmungen für das neue Hotel interessiert hätten. Man profitiere enorm durch das Know-how von Kempinski und von dem Vertriebsnetzwerk. «Ab heute nimmt man uns global wahr. Das Palace Engelberg wäre kein Begriff gewesen, die Aufmerksamkeit hätten wir uns zuerst erarbeiten müssen und das hätte doppelt so lange gedauert», erklärt Thomas Dittrich. Mit der Marke Kempinski habe man den perfekten Partner zur Seite, «der uns beim Neueintritt in den Markt ideal unterstützt und die mehrjährige Arbeit beim Aufbau der Marke ‹Kempinski Palace Engelberg› im international hart umkämpften Hotelmarkt massiv verkürzt».
Auch auf der Frutt zieht Kempinski ein
Die Zusammenarbeit betrifft auch die Hotels Frutt Lodge & Spa sowie Frutt Family Lodge auf Melchsee-Frutt, die beide ebenfalls der Han's Europe AG gehören. Sie werden bereits ab der kommenden Wintersaison von Kempinski geführt werden, ihr Name wird mit dem Zusatz «managed by Kempinski» ergänzt. «Wir werden Synergien im personellen Bereich, bei der Software und auch verkaufstechnisch nützen können sowie beim Gästeerlebnis neue Angebote haben», sagt Thomas Dittrich, der überzeugt ist, dass die Unterstützung der Kempinski-Gruppe bei der Führung der beiden Hotels auch für die Tourismusdestination Melchsee-Frutt ein grosser Gewinn sei.» Für die rund 110 Mitarbeitenden wird sich nichts ändern. Die Mitarbeitenden wurden bereits informiert, auch für sie entstehen spannende Perspektiven.


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