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Politik

Keine Bundesratskandidatur aus dem Kanton Nidwalden

Die Suche nach der Nachfolgerin oder dem Nachfolger von Viola Amherd im Bundesrat läuft auf Hochtouren. Wie die Mitte Nidwalden jetzt mitteilt, hegt im Zentralschweizer Kanton niemand Ambitionen auf den Sitz.

Bundesrätin Viola Amherd hat auf Ende März ihren Rücktritt angekündigt. Nun lautet die grosse Frage: Wer wird ihre Nachfolge antreten? Viele Topfavoriten haben auf eine Kandidatur verzichtet, darunter Parteichef Gerhard Pfister, Fraktionspräsident Philipp Bregy, Ständerätin Isabelle Chassot und Nationalrat Martin Candinas. Inzwischen ist klar geworden: Bauernverbands-Präsident Markus Ritter aus St. Gallen will Bundesrat werden .

Die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi wurde als mögliche Bundesratskandidatin gehandelt.
Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 6. 6. 2024)

In den vergangenen Tagen war auch die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi als mögliche Bundesratskandidatin gehandelt worden. Auf Anfrage von CH Media gab sie an, sich eine Kandidatur zu überlegen. Doch am Freitag teilte sie mit: Sie will nicht. Wie es in einer Mitteilung der Mitte vom Samstag heisst, möchte sie sich «weiterhin für die Bevölkerung des Kantons Nidwalden einsetzen». Zudem sei ihr das Amt als Co-Präsidentin der KKJPD wichtig. Laut dem Schreiben sei Kayser-Frutschi weiterhin sehr motiviert, sich im Rahmen des KKJPD-Amtes für die Sicherheit zu engagieren.

Regina Durrer-Knobel.
Bild: zvg

Wie Roland Kaiser, Parteipräsident der Mitte Nidwalden, ausführt, hat die Kantonalpartei auch mit der Mitte-Nationalrätin Regina Durrer-Knobel sowie mit den Mitte-Regierungsratsmitgliedern Therese Rotzer und Othmar Filliger Gespräche über eine mögliche Bundesratskandidatur geführt. Dabei haben sich die Nationalrätin, die Baudirektorin und der Volkswirtschaftsdirektor ebenfalls gegen eine Bundesratskandidatur entschieden.

Therese Rotzer.
Bild: Matthias Piazza

Auf dem Bundesratsticket wird somit kein Name aus Nidwalden stehen. Trotzdem zeigt sich Parteipräsident Kaiser in der Mitteilung stolz. Es sei eine Freude, dass die Mitte Nidwalden mit «erfahrenen und national bestens vernetzten Politikerinnen und Politikern im National- sowie im Regierungsrat vertreten ist.»

Othmar Filliger.
Bild: Matthias Piazza

Trotz der Absagen aus Nidwalden ist Kaiser aber überzeugt, dass die Findungskommission der Mitte Schweiz geeignete Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren wird. Nationalrätin Durrer-Knobel gehört als Mitglied des Fraktionsvorstands der Findungskommission an – somit wird der Kanton Nidwalden immerhin bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten einen Einfluss haben. (sfr)

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