Georg Epp
Kirchgemeindepräsident Thomas Imholz hat sich gefreut, nach längerer Zeit wieder am gewohnten Tagungsort, dem Pfarreizentrum St.Martin, über 50 Stimmberechtigte zur katholischen Kirchgemeindeversammlung zu begrüssen. Verwalter Walter Schuler erläuterte die wichtigsten Abweichungen der erfreulichen Verwaltungsrechnung 2021. Bei einem Aufwand von 2,828 Millionen Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 26’871 Franken. Dieses Ergebnis beinhaltet zudem ausserordentliche Abschreibungen von 290’000 Franken.
Zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2021 erhöhte sich die Bilanzsumme um 139’701 Franken auf 3,449 Millionen Franken bei einem Eigenkapital von 1,188 Millionen Franken per Jahresende. Der Kirchenrat wertet die Rechnung als sehr erfreulich, das gute Ergebnis kam trotz Steuerfusssenkung um zwei Prozentpunkte zu Stande. Die Verwaltungsrechnung 2021 wurde ohne Wortmeldungen einstimmig genehmigt.
Seelsorge soll mit Aushilfen sichergestellt werden
Im Personalbereich gibt es gleich mehrere Veränderungen. Bei Pfarrer Daniel Krieg, der vom Bischof Joseph Maria Bonnemain als neuer Regens des Priesterseminars St.Luzi nach Chur abberufen wurde, ist das Sprichwort «ein weinendes und ein lachendes Auge» angebracht. Einerseits ist die Abberufung für die Kirchgemeinde Altdorf eine Ehre, andererseits lässt man einen guten und äusserst engagierten Pfarrer ungern wegziehen.
In seiner Erläuterung zur Abberufung meinte Daniel Krieg selber: «Der Entschluss fiel umso schwerer, weil keine unmittelbare Nachfolgelösung in Sicht ist». Sein Engagement in Altdorf endet am 30. September. Der Kirchenrat bemüht sich, mit dem ganzen Team für eine passende Nachfolge zu sorgen. Ziel ist es, bis zur nächsten Kirchgemeindeversammlung vom 12. Dezember die Nachfolgelösung präsentieren zu können. Der neue Pfarrer soll im Sommer 2023 in Altdorf starten. Mit Hilfe diverser Aushilfen soll die Seelsorge von Oktober bis Juli 2023 überbrückt werden.
Ein Vikar soll jeweils Einsicht in verschiedene Kirchgemeinden erhalten, sieht das Bistum vor. Deshalb wird Vikar Niklas Gerlach die Kirchgemeinde Altdorf per 31. Juli verlassen. Sein Nachfolger Jean-Marie Kasereka aus dem Kongo, zurzeit Vikar in Dietikon ZH, wird die Stelle am 1. August übernehmen. Erfreut ist man, dass Pastoralassistent Walter Arnold als Bewerber zum ständigen Diakon aufgenommen wurde. Er bekommt so die Möglichkeit, das Evangelium zu verkünden, die Taufe zu spenden oder Segnungsfeiern zu halten. Die Weihe zum Diakon soll Anfang 2023 stattfinden. Auch im Sekretariat gibt’s eine Personaländerung. Weil die langjährige Amtsinhaberin Luzia Marty in Pensionsnähe rückt und ihr Pensum Ende Jahr reduziert, konnte mit Gabriela Zberg Philipp aus Schattdorf eine Nachfolgelösung präsentiert werden.
Alle Bauvorhaben auf gutem Kurs
Vizepräsident und Bauchef Peter Cathry orientierte im Detail über die laufenden Bautätigkeiten. Renovation und Umbau des Sigristenhauses sind vor dem Abschluss. Zwei Wohnungen werden ab dem 1. Juli 2022 vermietet, die beiden anderen sind noch auf dem Immobilienmarkt. «Das Ergebnis ist ein gelungener Spagat zwischen alt und modern und hohe 82 Prozent des Auftragsvolumens erledigten Urner Unternehmen», meinte Cathry.
Auch die Bauarbeiten am Zufahrtsweg zum Sigristenhaus sollen am 1. Juli beendet werden. Aktuell wird im Kulturgüterschutz gearbeitet. Hier wird die Raumkapazität etwas vergrössert, neue Rollregale und eine Raumentfeuchtungsanlage werden installiert. Diese Umbauarbeiten dauern bis Mitte Juli. Der Friedhofentwicklungsplan befindet sich in Phase 2, in der Konzept- und Etappenplanung. Hier ist vorgesehen, im Herbst in Zusammenarbeit mit der Gemeinde in einer Orientierungsversammlung das Grobkonzept vorzustellen.
Chororgel übertrifft die Erwartungen
Seit März ist die Chororgel in der Pfarrkirche St.Martin in Betrieb und nach Ansicht von Hauptorganistin Lea Ziegler Tschalèr klingt sie wunderbar und übertrifft die Erwartungen. Ende März bedankte sich der Kirchenrat bei Remigi Joller mit einer Kostprobe und einem Geschenk dafür, dass die Orgel zu fairen Bedingungen übernommen werden konnte. Mit einem Konzert will Lea Ziegler Tschalèr am 28. Juni um 19 Uhr zusammen mit Carlo Gamma und anderen Musikern die Orgel dem Publikum präsentieren. Im Anschluss an die Versammlung konnte das renovierte Sigristenhaus besichtigt werden.

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