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Erstfeld

Der Urner Schiesssport ist stark aufgestellt

Die 158. Delegiertenversammlung des Kantonalschützenverbandes Uri (KSVU) stand ganz im Zeichen von Tradition, Kameradschaft und herausragenden sportlichen Leistungen.
Einige der geehrten Schützen und Schützinnen: Fabio Wyrsch, Heinz Bissig, Silja Arnold, Selina Hoenes, Marion Imholz, Paul Wyrsch, Stephan Loretz und Christof Arnold (von links).
Bild: Monika Bäbler/zvg

Zahlreiche Delegierte, Gäste sowie Vertreter aus Politik und befreundeten Verbänden fanden sich in Erstfeld ein, um auf ein ereignisreiches Jahr des Kantonalschützenverbandes Uri zurückzublicken und die erfolgreichsten Schützinnen und Schützen zu ehren.

Nach 13 Jahren im Vorstand des KSVU tritt Belinda Simmen aus dem Vorstand zurück. Simmen prägte den Verband über viele Jahre hinweg entscheidend. Für ihren langjährigen und vielseitigen Einsatz wurde sie bereits 2024 zum Ehrenmitglied ernannt. Dennoch blieb sie dem Verband auch danach treu und unterstützte insbesondere die neue Führung. Der Dank des Verbands fiel entsprechend herzlich aus. Mit grossem Applaus und einem Präsent wurde Belinda Simmen verabschiedet.

Präsident und Vorstand klar bestätigt

Bei den Wahlen sprachen die Delegierten dem bisherigen Präsidenten Urs Vetter erneut ihr Vertrauen aus. Auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Walter Kempf, Petra Jeanneret und Silvio Simmen wurden in Globo wiedergewählt. Die Stabilität im Vorstand wird als wichtiges Zeichen für Kontinuität gewertet. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, neue Kräfte für die Verbandsarbeit zu gewinnen – die Vakanz von Belinda Simmen konnte nicht neu besetzt werden. Ebenfalls einstimmig gewählt wurde Tanja Indergand als neues Mitglied der Rechnungsprüfungskommission.

Ehrungen und grosse Talente im Fokus

Auch die Jungschützinnen und Jungschützen standen im Rampenlicht der Delegiertenversammlung. Für ihre Leistungen in der Kantonalen Jungschützenmeisterschaft wurden sie ausgezeichnet und erhielten viel Anerkennung. Die jungen Talente bewiesen über die gesamte Saison hinweg Konstanz, Disziplin und Treffsicherheit.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Übergabe der von der Urner Regierung gestifteten Armbanduhr, die Silja Arnold als Siegerin der Kantonalen Jungschützenmeisterschaft aus den Händen von Regierungsrätin Celine Huber entgegennehmen durfte.

Auch auf nationaler Ebene sorgten junge Urner Talente für Furore: Selina Hoenes wurde am eidgenössischen Jungschützenfest in Chablais Schützenkönigin in der Kategorie U21 Luftgewehr. Severin Bäbler qualifizierte sich im selben Wettbewerb in der Kategorie Ordonnanz (U21, 300m) für den Final des Schützenkönigsausstichs und erreichte den starken 8. Rang.

Auch die erfahrenen Schützen überzeugten mit Spitzenleistungen: Heinz Bissig gewann an der Schweizer Meisterschaft 300m in Thun mit dem Karabiner die Silbermedaille. Paul Wyrsch bestätigte seine nationale Klasse und wurde für seine konstant starken Leistungen geehrt. Der erfahrene Matchschütze konnte im vergangenen Jahr gleich zwei bedeutende Erfolge feiern. Die Bronzemedaille an der Veteranenmeisterschaft mit dem Luftgewehr und ebenfalls eine Bronzemedaille mit dem Kleinkalibergewehr (G50) – in einem äusserst engen Final, bei dem weniger als ein Punkt zum Sieg fehlte

Für besonderen Applaus sorgte die Würdigung von Fabio Wyrsch, der einmal mehr seine Klasse auf höchstem Niveau unter Beweis stellte. Als international erfolgreicher Spitzenschütze gehört er seit Jahren zu den Aushängeschildern des Urner Schiesssports. Sein Weg ist dabei besonders bemerkenswert: Wyrsch kombiniert Spitzensport mit einer beruflichen Tätigkeit und verzichtet bewusst auf eine reine Profikarriere. Dank eines flexiblen Arbeitsumfelds gelingt es ihm, Training und Wettkämpfe auf internationalem Niveau mit seiner beruflichen Entwicklung zu verbinden. Dieses Modell gilt als beispielhaft für den modernen Leistungssport.

Ebenfalls mit einem Präsent gewürdigt wurden die Armbrustschützen Christof Arnold und Stephan Loretz, die auf nationaler und internationaler Ebene Erfolge feiern konnten. (zvg)

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