Die Sportanlage Moosmättili in Schüpfheim wurde am Dienstag zum Treffpunkt des Luzerner Schulsports. Über 200 Teams à vier bis sechs Personen traten in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an. Sprint, Ballwurf und Weitsprung standen wie jedes Jahr auf dem Pflichtprogramm. Daneben absolvierten die Kinder und Jugendlichen einen Orientierungslauf. Während die Fünft- und Sechstklässler jeweils um den Tagessieg kämpfen, geht es für die Oberstufen-Klassen am Kantonalen Schulsporttag um mehr: Die besten Teams qualifizieren sich für den Schweizerischen Schulsporttag 2027.
Der Kantonale Schulsporttag findet jedes Jahr vor den Herbstferien statt. Lehrpersonen können ihre Klassen im Vorfeld dafür anmelden. Aus dem ganzen Kanton kommen Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 16 Jahren zusammen. Der Wettkampf allein steht am Sporttag aber nicht im Mittelpunkt. Jedes Jahr können die Kinder verschiedenste freiwillige Aktivitäten ausprobieren. Die sogenannten ‹Activity Spaces› wechseln jährlich und werden von regionalen Vereinen angeboten. Dieses Mal standen Beachvolleyball, Rollski, Curling, Fussballdart und Gleichgewichtsposten auf dem Programm.
Für viele Kinder war es nicht der erste Kantonale Schulsporttag. «Es macht jedes Jahr Spass. Sprint und Weitsprung finde ich am besten», sagte die Oberstufenschülerin Elin aus Rothenburg. Ihre Freundinnen freuten sich hingegen vor allem auf das Fussballdart, welches schon letztes Jahr in Willisau angeboten wurde. Zwischen den eng getakteten Wettkämpfen war also nichts mit rumsitzen. Mit den ‹Activity Spaces› war für jeden was dabei.
Es herrschte emsiges Treiben
Während die einen auf ihren nächsten Sprint warteten, versuchten sich andere im Curling oder im Rollski, was Langlauf auf Rädern ist. «Ich wusste nicht, was Rollski ist. Am Anfang war es schwierig, aber echt cool!», schwärmte ein Schüler aus Willisau. Auf der Sportanlage Moosmättili herrschte emsiges Treiben: Überall wurde gelacht, angefeuert und mitgefiebert.
«Zeitlich ist alles sehr genau durchgetaktet», erklärte Philipp Wermelinger von der kantonalen Sportförderung. Die Planung des Anlasses sei mit grossem Zeitaufwand verbunden, der sich aber immer wieder lohne. Seit mehreren Jahren ist Philipp Wermelinger für die Organisation des Kantonalen Schulsporttags mitverantwortlich. Der Einsatzplan umfasse jeweils mehrere Tabellen, wobei jedes Team einzeln aufgeführt ist und zu unterschiedlichen Zeiten bei den jeweiligen Disziplinen startet. Um neun Uhr ging es am Dienstag in Schüpfheim los, um 15.30 Uhr war dann die Siegerehrung. «Das Wichtigste ist aber nicht der Sieg, sondern die Freude an der Bewegung», sagte Wermelinger. Und diese Freude war deutlich spürbar, auch dank des schönen Herbstwetters.
«Besser könnte es kaum sein. Das Wetter spielt mit und die Stimmung ist super», freute sich auch Andrea Thali. Sie ist Lehrperson an der Schule Rothenburg und betreute in Schüpfheim mehrere Klassen. «Schon auf der Anreise im Car war die Vorfreude riesig», sagte sie schmunzelnd.
Organisiert wurde der Kantonale Schulsporttag von der Fachstelle Sportförderung des Kantons Luzern, zusammen mit der Orientierungslaufvereinigung Luzern, dem Curling Club Luzern, dem Skiclub Flühli und der Zirkusschule Tortellini. Hinter den Kulissen waren rund 80 Freiwillige im Einsatz. Unterstützung leisteten unter anderem Seniorinnen, Geflüchtete, OL-Kaderathleten sowie Schülerinnen und Schüler der Brückenangebote.





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