Obwalden

Juso sagt Nein zum Tierversuchsverbot

Die Obwaldner Jungsozialistinnen und -sozialisten sagen zweimal Nein und zweimal Ja zu den nationalen Vorlagen. Zustimmung gibt es zur Zusammenlegung der Obwaldner Sozialdienste.
Mirjam Hostetmann wird Ende März als Juso-Präsidentin zurücktreten. (Bild: PD/Gian Lusti)
Im Vorstand der Juso Obwalden (von links): Dario Bellwald, Juno Gosteli und Anna Maria Mathis. (Bild: PD)

Am vergangenen Samstag konnte die Juso Obwalden ihre erste Mitgliederversammlung im neuen Jahr abhalten. Aufgrund der aktuellen Lage wurde diese online durchgeführt. Auf dem Programm stand unter anderem die Parolenfassung zu den kommenden nationalen und kommunalen Abstimmungen vom 13. Februar.

Mirjam Hostetmann eröffnete die Versammlung mit einer Rücktrittserklärung: «Nach drei Jahren im Präsidium werde ich dieses Amt nach den Kantons- und Regierungsratswahlen an der nächsten GV Ende März niederlegen», wird Hostetmann in einer Mitteilung der Obwaldner Juso zitiert. «Ich will Platz schaffen für neue Ideen und frischen Wind in der aktivsten Jungpartei des Kantons.»

Zusammenschluss der Sozialdienste «wichtig»

Nach der Begrüssung stellte Benjamin Kurmann, Präsident der SP Obwalden, die gemeinsam lancierte Klimainitiative Unterwalden vor. «Obwohl wir in Obwalden keine Sammelfrist haben, möchten wir die Initiative zusammen mit dem Komitee aus Nidwalden einreichen», wird Kurmann zitiert. «500 Unterschriften in 60 Tagen dürften durch die gemeinsame Zusammenarbeit kein Problem sein.»

Regula Gerig, Gemeinderätin und Kantonsrätin der CSP Alpnach, stellte die Zusammenlegung der Sozialdienste vor. «Sie kann klar aufzeigen, wie wichtig solch ein Zusammenschluss für die hiesigen Sozialdienste ist, dementsprechend wird von den anwesenden Mitgliedern die einstimmige Ja-Parole gefasst», schreibt die Juso in ihrer Mitteilung.

Die nationalen Vorlagen wurden den Anwesenden jeweils von einem Mitglied des Vorstandes präsentiert. Die Juso Obwalden sagt zweimal Ja: einerseits zum Jugend- und Kinderschutz vor Tabakwerbung und andererseits zum Medienpaket. Ein klares Nein habe es hingegen zum Tier- und Menschenversuchsverbot und der Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben gegeben.

An zweitägiger Retraite wird Wahlkampf vorbereitet

Nach dem Rücktritt von Michelle Amgwerd (Kägiswil) wurden Lara Disler (Sarnen) und Kilian Teubner (Alpnach) neu in den kantonalen Vorstand gewählt. «Die Coronakrise war für mich ein weiterer Grund, politisch aktiv zu werden. Ungleichheiten wurden nochmals massiv verschärft, dagegen möchte ich ankämpfen», wird Disler in der Mitteilung wiedergegeben. Teubner habe ebenfalls klare Vorstellungen: «Obwalden muss zu einem offeneren, klimafreundlicheren und feministischen Kanton werden.»

Auch das Co-Vizepräsidium wurde neu besetzt. Anna Maria Mathis (Ramersberg) amtiert neu an der Seite von Dario Bellwald (Sachseln). Juno Gosteli (Kerns) wird weiterhin im Vorstand sein. «Durch mein Engagement in der Juso konnte ich in kürzester Zeit enorm viele neue Erfahrungen sammeln. Nun bin ich bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen», lässt sich Anna Maria Mathis zitieren.

An einer zweitägigen Retraite werde man sich nächste Woche intensiv auf den kommenden Wahlkampf vorbereiten. Man freue sich über die acht Kandidierenden der Juso, welche in Sachseln, Alpnach und Sarnen auf SP-Listen antreten werden. «An der Pressekonferenz vom 3. Februar werden wir die Schwerpunkte und Ziele unseres Wahlkampfes aufzeigen», so Anna Maria Mathis. (lur)

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