Sie sorgen an FCL-Spielen immer wieder mal für Erheiterung, Lacher oder manchmal auch für Kopfschütteln: die Eichhof-Werbesprüche, die auf den grossen Bildschirmen regelmässig eingeblendet werden. Diese sind jeweils an den Gegner angepasst; am Sonntag beim Spiel gegen die Berner Young Boys hiess es unter anderem: «Jugendschutz: Kein Bier für Young Boys». Oder in einem früheren Spiel gegen den FC Zürich, in Anlehnung an dessen Heimstätte: «Zum Biertrinken braucht es keinen Letzi-Grund.» Auch an Spielsituationen angepasste Sprüche wie «Lieber Eichhörnchen als Schwalben» gibt es.
Wie entstehen diese Werbeslogans? «Die Sprüche entwickeln wir zusammen mit der Agentur Hofmarschall in Luzern», teilt Eichhof-Mediensprecher Martin Wyss auf Anfrage mit. Die Sprüche werden im Voraus vorbereitet – wie weit, sei nicht ganz einfach zu sagen. «Natürlich schaut man sich Anfang der Saison den Spielplan an, aber manchmal kommt die zündende Idee erst später.»
Die Sprüche an den FCL-Spielen seien Teil des «hyperlokalen Werbekonzepts», wie Wyss ausführt. So gebe es auch Plakate mit Slogans, die zum entsprechenden Standort passen. Beispiele dafür sind: «Sorgt an der Brüel-Strasse für Schmunzler», «För Ämmebrogg ond Ämmebronx» oder «Trinken bevor’s Weggis».
In Deutschland Dosen verteilt
Die Brauerei Eichhof fällt immer wieder mit speziellen Aktionen auf. An der letztjährigen Fussball-Europameisterschaft der Herren beispielsweise wurden an einem Spiel der Schweizer Nati in Köln mehrere tausend Eichhof-Bierdosen verteilt , was dann auch in deutschen Medien zum Thema wurde.
Das kann auch mal in die Hose gehen wie 2019, als Eichhof vor einem Spiel gegen den FC St. Gallen den FC Luzern via Inserat aufforderte, nicht zu hart mit den St. Gallern umzugehen, da es diese mit ihrem Bier schon schwer genug hätten. In der Folge ging der FCL mit 1:4 unter und die St. Galler Brauerei Schützengarten setzte genüsslich zum Konter an, indem sie auf Facebook andeutete, die FCL-Spieler hätten die Eichhof-Werbung wohl zu wörtlich genommen.
Eichhof erhalte regelmässig Reaktionen auf die Werbeaktionen – «überwiegend positive und teils sehr amüsante», so Wyss. «Es gab auch schon Anrufe – vor allem wegen etwas pointierteren Formulierungen an gewissen Standorten –, jedoch haben wir am Ende immer gemeinsam geschmunzelt.» Über Rückmeldungen freue man sich. «Das zeigt uns, dass unsere Marke gesehen wird und für Gesprächsstoff sorgt.»

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