Endlich wieder einmal vor heimischem Publikum auftreten: Diesen Wunsch hat sich der Jodlerklub Sarnen nach coronabedingter Konzertabsenz am vergangenen Samstag erfüllen können. Entsprechend gross war die Freude beim Publikum, bei den Jodlerinnen und Jodlern und dem Präsidenten Patrick Koch. Zusammen mit der Jodlerin Isabelle Gander moderierte er den Konzertabend.
Als sicherer musikalischer Wert sind die Sarner Jodlerinnen und Jodler bekannt. Mit dem Blattischäfeler-Juitz von Sepp Herger gelingt dem Chor und den Jodlerinnen ein perfekter Konzerteinstieg. Die brillanten Jodelstimmen der drei Geschwister Martina Odermatt-Gander, Petra Gisler-Gander und Isabelle Gander werden von einem harmonisch ausgeglichenen Chor solide unterstützt. Mit dem vom Sarner Julius Stockmann komponierten Lied «Mi Heimat» zeichnet der Chor präzis und dynamisch ein Bild der schönen Obwaldner Landschaft.
Das Alphorntrio Astelhorn mit Lukas von Moos, Philipp Staub und Patrik Rohrer spielt zum Auftakt auf seinen Bücheln von der Kanzel der Kirche «Am Schwarzsee» von Alois Gilli. Sanft und rein, dynamisch und kräftig bespielen und nutzen die Bläser das prächtige Volumen der Pfarrkirche. Der grosse Klangkörper lässt Büchel, Alphorn und Jodelgesang natürlich sanft nachklingen. Mit den weiteren Vorträgen «S heilig Chrüüz» von Hermann Studer, «Zwee Generationä» von Lukas von Moos und «Bhüeti Gott, mii liebi Heimat» von Hermann Studer hat sich das Trio musikalisch auf höchstem Niveau, sympathisch und direkt in die Herzen des Publikums gespielt.
Register bilden eine harmonische Einheit
Das Terzett des Jodlerklubs Sarnen mit den drei Schwestern Martina, Petra und Isabelle überzeugt und überrascht zugleich. Die klare und sichere Stimme von Petra ist wie ein Markenzeichen. Zusammen mit den beiden Schwestern hat sich das Terzett zu einer soliden Einheit gefunden. Frisch und in passend zügigen Tempi interpretieren sie den «Grabi-Juitz» von Sepp Gasser oder den «Flüehbliemlijuitz» von Fredy Wallimann. Und mit dem Lied aus der Feder von Peter Reber, «Fasch win es Gebät», überraschen sie das Publikum und wecken starke Emotionen.
Mit dem «Freudenberger», einem Naturjuitz von Julius Stockmann, und den Jodelliedern «Z Wildi fahrä», «Aabästärn» und dem «Fäscht-Jodel», alle aus der Feder von André von Moos, Ehrendirigent des Jodlerklubs Sarnen, zeigte der Klub sein grosses Können. Die einzelnen Register mit den Jodelstimmen zu einer harmonischen Einheit gewachsen, bereiten dem Jodlerherz Freude. Mit dem «Fäscht-Jodel» wird sich der Jodlerklub Sarnen am Eidgenössischen Jodlerfest im Juni 2023 in Zug der Jury stellen. Die Hauptprobe am letzten Samstag ist auf jeden Fall geglückt. Mit dem «Steimandli-Juiz» von André von Moos als Zugabe endete ein in allen Belangen sehr schöner Konzertabend. (pd)

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