Die JGLP Luzern lehnt die eidgenössische Ernährungsinitiative ab, wie sie in einer Medienmitteilung festhält. Die Initiative verfolge zwar das richtige Ziel, doch sei der Umsetzungszeitraum von nur zehn Jahren nicht realistisch. «Produktion, Verarbeitung und Konsum lassen sich in diesem Tempo weder planbar noch finanzierbar umstellen.» Als zweiten Grund nennt die Partei den geforderten Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent. Ein starres Ziel auf Verfassungsstufe kollidiere mit den verfügbaren Flächen und mit dem offenen Handel.
Einstimmig hat die JGLP die Ja-Parole zur Änderung des kantonalen Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes beschlossen. Auch mit einem Ja würde Luzern eines der strengsten Ladenschlussgesetze der Schweiz behalten. Zudem würde ein Nein keine Dorfläden schützen, vielmehr werde nur die Rechtsunsicherheit verlängert.
Die Ja-Parole fasste die JGLP ebenfalls zur Vorlage «Weiterentwicklung der Standortförderung». Im schweizweiten Steuerwettbewerb müsse Luzern mitziehen, um für grössere Unternehmen attraktiv zu bleiben. Als Vorbehalt nennt die Jungpartei den fehlenden ökologischen Gedanken der Vorlage.
Weitere Beschlüsse
Zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» fasste die Mitgliederversammlung einstimmig die Nein-Parole. Bei der Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» lehnt die JGLP Luzern die Initiative ab und unterstützt den Gegenentwurf. In der Stichfrage gibt sie dem Gegenentwurf den Vorzug. Dem Sonderkredit für die Erweiterung und Umnutzung der Kantonsschule Reussbühl stimmte sie einstimmig zu. (zim)

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