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Kanton Uri

Ein Tolggen im Reinheft der Urner Bildungs- und Kulturdirektion

Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri blickt zurück auf ein herausforderndes Jahr. In der Gesetzgebung konnte sie wichtige Ziele erreichen. Schöne Erfolge konnte die BKD auch wieder in der konkreten Förderung von Sport und Kultur erzielen.

Nebst dem ordentlichen Tagesgeschäft hat die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri (BKD) auch im vergangenen Jahr wieder mit «grossem Engagement an ihren Schlüsselvorhaben und -projekten in Bildung, Kultur und Sport gearbeitet», schreibt die BKD in einem Jahresrückblick. So konnten die meisten Jahresziele erreicht werden. Um die wichtigsten zu nennen: Im Rahmen der Anschlussgesetzgebung zum revidierten Bildungsgesetz konnte die revidierte Musikschulverordnung vom Landrat beschlossen werden. Ebenfalls vom Landrat beschlossen wurde der Verpflichtungskredit für das Theater Uri (Betriebsbeitrag 2026 bis 2029). Im Bereich Sport konnte die BKD mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) wie angestrebt die Leistungsvereinbarung zum Sportzentrum Ursern abschliessen. «Dank dieser Vereinbarung haben wir den Langlauf- und Biathlonbetrieb in Realp nahtlos sichern können», wird Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, in der Mitteilung zitiert.

Revision von rechtlichen Grundlagen

Ausgebremst wurde die BKD bei der Anschlussgesetzgebung zur revidierten Volksschulverordnung, da gegen diese Verordnung das Referendum ergriffen worden war und das Urner Volk die Vorlage am 30. November 2025 ablehnte. Damit die Volksschulverordnung, wie ursprünglich geplant, am 1. August 2026 in Kraft treten kann, hat die BKD noch vor Ende 2025 die Vernehmlassung für die neu aufgelegte Version gestartet. Diese solle dem Landrat in der Mai-Session 2026 unterbreitet werden.

Weitere wichtige Ziele für das Jahr 2026 seien: Die revidierte Stipendienverordnung ist vom Landrat beschlossen, und das revidierte Stipendienreglement ist vom Regierungsrat beschlossen; die rechtlichen Grundlagen (Verordnung, Reglemente, Richtlinien) und das Konzept zur Sonderpädagogik sind von den zuständigen Behörden (Landrat, Regierungsrat, Erziehungsrat) beschlossen; das Reglement zur Kulturförderung des Kantons ist vom Regierungsrat beschlossen; die Änderung des Sportreglements aufgrund des Postulats Walter Tresch ist vom Regierungsrat beschlossen.

Gute Nachricht für Historiker

Darüber hinaus will die BKD im Rahmen ihrer normalen Arbeit und Zuständigkeit weitere Akzente setzen, um Bildung, Kultur und Sport zu fördern. Dazu zählen gemäss der Mitteilung die Entwicklung eines neuen Systems zur Qualitätssicherung der Urner Volksschule, die Klärung der zukünftigen Nutzung des Zeughauses in Altdorf oder die Erarbeitung eines kantonalen Sportanlagenkonzepts. Zudem werde das Staatsarchiv Uri weitere Dokumente digitalisieren und online publizieren, insbesondere die Ratsprotokolle (Wochenrat, Regierungsrat) in der Zeit von 1803 bis 1945. Damit erhalten Historikerinnen und Historiker sowie historisch interessierte Personen einen einfachen Zugang zu für die Geschichte des Kantons Uri besonders wichtigen Akten. (rwi/zvg)

Das Nein in Uri zur Volksschulverordnung kam vor allem wegen einer kann-Formulierung zu Stande.
Bild: Symbolbild: Andrea Tina Stalder

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