Der Hang am Gütsch ist steil und instabil. So drohten im Herbst 2024 etwa 5500 Kubikmeter Fels abzurutschen – die Stadt musste in aller Eile mit Sicherungsarbeiten den Hang stabilisieren. Seither hat sich die Situation beruhigt. Doch was würde passieren, wenn im Untergrund gebohrt wird, etwa im Rahmen des geplanten Bypass-Projekts? Das wollen Anwohnende wissen. Sie richteten daher einen Bevölkerungsantrag an die Stadt. Darin fordern sie eine Neubeurteilung der geologischen Situation am Gütsch – und zwar, bevor die Bauarbeiten zum Bypass starten. Der Gütsch ist gleich doppelt vom Bypass betroffen: Einerseits führt der neue Autobahntunnel hier durch, zudem ist im Gütschwald ein Lüftungsschacht geplant.
Im Bevölkerungsantrag wird die Befürchtung geäussert, dass sich die Planer des Bypass der problematischen Situation am Gütsch zuwenig bewusst sind. Der Stadtrat sieht hingegen kein Problem, wie er in seiner Antwort auf den Bevölkerungsantrag schreibt. Der Bund als Bauherr des Bypass habe die geologischen Verhältnisse umfassend untersucht. Zudem habe man auch bereits Erfahrung von früheren Tunnelbaustellen, insbesondere vom Sonnenbergtunnel. Eine Neubeurteilung der Situation sei daher nicht nötig, so der Stadtrat.

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