Obwalden

Inklusion an Schulen braucht gute Rahmenbedingungen

An der 133. Generalversammlung des Lehrerinnen- und Lehrervereins Obwalden (LVO) standen die schulische Inklusion und die Situation der Lehrpersonen im Mittelpunkt.

LVO-Präsidentin Annemarie Schnider stellte am 28. Oktober in der Cantina Caverna in Lungern Ergebnisse einer Umfrage von gfs.bern zur inklusionsorientierten Schule vor. Der LVO hatte die Antworten der 122 teilnehmenden Obwaldner Lehrpersonen eigens auswerten lassen. Die Lehrpersonen stehen der Inklusion grundsätzlich positiv gegenüber, sehen aber Verbesserungsbedarf: Es braucht zeitnahe Abklärungen, genügend Fachpersonen sowie ausreichende zeitliche und finanzielle Ressourcen.

Sorgen bereitet dem Verband auch die Stellenbesetzung. Fehlende qualifizierte Lehrpersonen und Stellvertretungen sowie die aufwendige Begleitung von Personen ohne Lehrdiplom belasten die Schulteams.

Regierungsrat Christian Schäli informierte über die Veränderungen, die das neue Bildungsgesetz mit sich bringt und dankte dem LVO für die Zusammenarbeit und sein Engagement für die Annahme des Gesetzes im Vorjahr. Francesca Moser vom Amt für Volks- und Mittelschulen zeigte auf, dass Obwalden bei der schulischen Inklusion eine führende Rolle einnimmt. Die Lernstandserhebung 2025 weist insgesamt gute Leistungen in den Bereichen Lesen, Hören und Mathematik aus, bei der Chancengleichheit besteht weiterhin Handlungsbedarf.

Die GV wählte Astrid Imfeld (Schule Lungern) und Mirjam von Rotz (Schule Giswil) neu in den Vorstand und begrüsste 20 Neumitglieder. Ein besonderer Moment war die Ehrung von 22 Mitgliedern für ihre 10- bis 40-jährige Verbandstreue.

Im kommenden Vereinsjahr möchte der LVO den Austausch mit den Lehrpersonen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsakteuren weiter stärken. Ein neuer Mitgliederausweis mit Vergünstigungen und ein Instagram-Auftritt sollen zudem die Mitgliederbetreuung und Kommunikation fördern. (zvg)

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