Horw

Wohnhaus der Katholischen Kirche: Jetzt liegt das Baugesuch auf

Im Zentrum von Horw sollen neue Wohnungen entstehen. Bauherrin ist die römisch-katholische Kirchgemeinde.

Die römisch-katholische Kirchgemeinde will im Horwer Zentrum ein Mehrfamilienhaus bauen. Das Bauprofil für das Projekt am Kirchweg 4 ist ausgesteckt und das Baugesuch liegt nun auf. Vorgesehen ist ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus, respektive zwei zusammengebaute Gebäude mit total sechs 4,5-Zimmer-Wohnungen.

Für die Wohnungen im Erdgeschoss wird es auf der Südseite jeweils ein Gartenareal geben. Die Gestaltung und Bepflanzung dieser Fläche orientiere sich «an den Bedürfnissen der privaten Nutzung», heisst es im Baubeschrieb. Entlang der Neumattstrasse wird eine Gartenmauer das Grundstück vom Trottoir abgrenzen.

Baukosten: 4 Millionen Franken

Auf der Grünfläche auf der Ostseite des Grundstücks soll ein Spielplatz entstehen. Zwei schützenswerte Linden in diesem Gebiet sollen erhalten bleiben. Die Zufahrt zur Einstellhalle und dem Besucherparkplatz ist von der westlichen Seite des Grundstücks her geplant. Fünf Autoparkplätze und 29 Veloabstellplätze sollen im Untergeschoss zur Verfügung stehen.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Franken. Damit der Neubau möglich ist, muss gemäss den Sonderbauvorschriften des Bebauungsplans zunächst der Hofmattbach verlegt werden. Dies sei bereits geplant und stehe kurz vor der Ausführung, heisst es in den Unterlagen zum Baugesuch. Der neue Bachlauf folgt der Neumattstrasse, ohne das Baufeld für das Mehrfamilienhaus zu queren.

Einwohnerrat wies erste Version zurück

Für den Bebauungsplan im «Dorfkern Ost», der noch einen dörflichen Charakter aufweist, waren zwei Anläufe nötig. Die ursprüngliche Version von 2017 wies der Einwohnerrat zurück – das Gebiet werde zu stark verdichtet. 2019 stimmte er der überarbeiteten Version in einer ersten Lesung zwar zu, platzierte aber verschiedene Bemerkungen.

2021 lag schliesslich der Bebauungsplan mit den Teiländerungen öffentlich auf, die meisten Bemerkungen des Parlaments wurden eingearbeitet. Diese betrafen unter anderem drei Sommerlinden, die erhalten bleiben sollten. Weiter sollte der Abstand zum Kirchweg durch leichtes Versetzen und Abdrehen des Neubaus vergrössert und die Neumattstrasse auf die minimal zulässige Breite verengt werden. Nicht eingearbeitet wurde damals das Begehren, den Bau zwingend in zwei separaten Gebäuden zu realisieren. Ende Oktober 2021 sagte der Einwohnerrat in der zweiten Lesung schliesslich einstimmig ja zum Bebauungsplan «Dorfkern Ost».

Das Baugesuch für das Mehrfamilienhaus liegt noch bis zum 16. September auf. Die für das Projekt genutzten Grundstücke gehören der römisch-katholischen Kirchgemeinde Horw und der Einwohnergemeinde Horw.

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