Die FDP-Fraktion des Einwohnerrates hat ein Postulat zur Stärkung des Detailhandels in Horw eingereicht. Sie fordert vom Gemeinderat eine «systematische, kostengünstige Bestandsaufnahme der Erdgeschossnutzungen» sowie der «Gewerbeentwicklung im Ortskern und in den neuen Quartieren von Horw Mitte» und ein «dauerhaftes Monitoring». Dieses soll erfassen, welcher Anteil der Erdgeschossflächen «publikumsorientiert und diversifiziert» genutzt wird. Weiter solle die Gemeinde prüfen, ob «planungsrechtliche Instrumente zur Sicherung eines Mindestanteils solcher Nutzungen sinnvoll» seien.
Denn es zeige sich, dass verschiedene Detailhandelsgeschäfte in Horw Mühe bekundeten, um fortzubestehen, argumentiert die Fraktion. «Ein Geschäft wurde bereits aufgegeben, weitere Schliessungen von Geschäften wurden angekündigt», heisst es. Darunter dürften sich das Sportgeschäft Sportart Ineichen und die Papeterie Papella befinden, beide schliessen im Sommer. Als Gründe nannten die beiden Geschäfte den Onlinehandel und die Parkplatzsituation.
Die Fraktion schlägt weiter eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, Gewerbetreibenden und Liegenschaftseigentümern vor. Als Beispiele nennt sie einen moderierten «Runden Tisch» oder ein gemeinsames Gremium. Dies solle zunächst in einer Pilotphase von zwei bis drei Jahren getestet werden.
Ortskern soll attraktiver werden
Zudem fordern die Postulanten und Postulantinnen die Prüfung konkreter Massnahmen zur «Förderung und Priorisierung des lokalen, diversifizierten Detailhandels» und zur «Attraktivitätssteigerung des Ortskerns», etwa durch Veranstaltungen, Gestaltung des öffentlichen Raums und organisatorische Unterstützungsangebote. Auch die Bereiche von Horw Mitte, explizit die Areale im Bebauungsplan Zentrumszone Bahnhof Horw – Teil Ost, sollen in die Überlegungen einbezogen werden. Dabei müsse aber «die Wirtschaftsfreiheit gewahrt und das Kosten-Nutzen-Verhältnis berücksichtigt» werden.
Gegen den «schleichenden Rückgang» von Fachgeschäften und die «Gefahr einer Monokultur von Dienstleistungsbetrieben» müsse aktiv Gegensteuer gegeben werden, schreibt die FDP. Denn ein Ortskern mit «vielseitigem Dienstleistungs- und Detailhandel-Angebot» sei ein zentrales Element der Lebensqualität.
Die Postulanten und Postulantinnen verweisen darauf, dass «vergleichbare Schweizer Gemeinden» dahingehend aktiv seien und nennen als Beispiel die Stadt Wädenswil. Die Erkenntnisse eines entsprechenden Berichtes seien auch auf die Gemeinde Horw übertragbar. (spe)



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