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Horw

Entsteht eine Einstellhalle unter dem Bushof?

Ein Dringliches Postulat fordert in Horw die Prüfung einer unterirdischen Einstellhalle. Private Investoren seien bereit, sich daran zu beteiligen.

In Horw stehen grosse Veränderungen im Gebiet rund um den Bahnhof an. Ein Bushof und eine Überbauung sollen in den nächsten Jahren realisiert werden. Die Mitte/GLP-Fraktion sowie weitere Unterzeichnende haben nun ein Dringliches Postulat eingereicht: Der Gemeinderat solle prüfen, wie «langfristige Entwicklungsmöglichkeiten» im Bereich der Baufelder D und E gesichert werden könnten.

Die Zentrumszone Bahnhof Ost in Horw mit den vier Baufeldern.
Bild: air-view®/Bearbeitung: let

Hierbei geht es den Initianten insbesondere um das Gebiet unterhalb des Busbahnhofs und der geplanten Erschliessungstrasse. Es soll eine unterirdische Einstellhalle entstehen. Dies, obwohl der Horwer Einwohnerrat die Pläne für den Bushof sowie für den Bebauungsplan Zentrumszone Bahnhof Ost bereits zur Kenntnis genommen hat. Es habe sich «eine neue Ausgangslage» ergeben, argumentieren die Unterzeichnenden.

Bild: LZ

Der Erstunterzeichner Ivan Studer (Mitte) erläutert, private Investoren bekundeten «erhebliches» Interesse an einer zusammenhängenden Einstellhalle. Diese seien auch bereit, sich mit einem Betrag von rund 2,7 Millionen an bestimmten baulichen Massnahmen zu beteiligen. Dazu zählen die Erstellung von rund 120 unterirdischen Veloabstellplätzen, eine unterirdische Zufahrt ab der Unterführung oder ab dem Kreisel, die Bereitstellung von Raumreserven für eine spätere Durchwegung und die Option einer Verbreiterung der Gleisunterführung.

Der Gemeinderat solle prüfen, ob und wie dies möglich wäre und welche Auswirkungen dies auf die bereits getätigte Planung und die Kosten hätte. «Es stellt sich die Frage, ob mit dem gezielten Einsatz privater Mittel zentrale öffentliche Infrastrukturinteressen unterstützt und gleichzeitig langfristige Entwicklungsmöglichkeiten gesichert werden können», heisst es im Postulat.

Zeit ist ein kritischer Faktor

Das Postulat stelle «die Realisierung des Busbahnhofs ausdrücklich nicht infrage», heisst es weiter. Die genannten Möglichkeiten sollten «sorgfältig geprüft» werden, bevor «allfällige Chancen dauerhaft verbaut» werden. Eine Planung solle «zeitnah» aufzeigen, ob eine koordinierte Lösung möglich sei.

Die Zeit drängt auch deshalb, weil das Bushof-Projekt im Agglomerationsprogramm Luzern enthalten ist und vom Bund daher mit rund 2,3 Millionen Franken unterstützt wird. Allerdings nur, wenn der Baustart spätestens bis Ende 2027 erfolgt. Andernfalls verfällt diese Finanzierungshilfe. In diesem Fall müsste das Projekt im nachfolgenden Agglomerationsprogramm neu beantragt und könnte erst 2032 umgesetzt werden.

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