Der Rothirsch wird im Kanton Uri auf der ordentlichen Hochwildjagd während zwei Wochen im September bejagt. Um die vorgegebenen Abschussziele zu erreichen, musste in den vergangenen Jahren jeweils eine umfangreiche Nachjagd auf Hirsche ab Anfang November angeordnet werden. Im Jahr 2025 erarbeitete eine Begleitgruppe aus Vertretern von Jägerschaft, Jagdkommission und Jagdverwaltung Vorschläge, wie die Hirschjagd künftig erfolgen kann, um mehr Hirsche während der ordentlichen Hochwildjagd zu erlegen und insbesondere auch die Ziele der Stier- und Spiesserabschüsse besser erreichen zu können, wie die Sicherheitsdirektion des Kantons in einer Mitteilung schreibt. Eine Nachjagd werde jedoch immer noch erforderlich sein, da die Abschussziele während der Hochwildjagd im sehr weitläufigen Sommerlebensraum in der Regel nicht erreicht werden können.
Anpassung gilt für zwei Jahre
Die Sicherheitsdirektion habe zusammen mit der Jagdkommission entschieden, dass die Hochwildjagd in den Jahren 2026 und 2027 nach einer Pause von acht Tagen um drei zusätzliche Tage verlängert wird. Somit ergeben sich folgende Jagdzeiten für die Hirschwildjagd im September:
Die Hochwildjagd 2026 startet wie gewohnt am ersten Montag im September (7. September 2026) und dauert in einem ersten Block zwei Wochen bis zum 19. September 2026 (Gäms-, Murmeltier- und Rothirschjagd). Nach einer Pause von acht Tagen wird die Jagd auf Rothirsche während drei Tagen fortgesetzt (Montag, 28. bis Mittwoch, 30. September). Dabei liege der Fokus auf Kahlwild sowie auf der Zielerreichung bei Spiessern und jungen Stieren. Während der Hochwildjagd im September ist der Abschuss von führenden Kühen und Kälbern aus Tierschutzgründen nicht mehr vorgesehen.
Im Jahr 2027 werde die Hirschjagd analog des Jahres 2026 durchgeführt – erster Block vom 6. September bis 18. September 2027, Pause von acht Tagen, zusätzlich drei Tage Jagd auf Rothirsche in einem zweiten Block vom Montag, 27. bis Mittwoch, 29. September.
Weitere Anpassungen in Zukunft möglich
Ende Jahr 2027 werden die Ergebnisse der angepassten Hirschjagd der Jahre 2026 und 2027 analysiert und allfälliger Handlungsbedarf evaluiert.
Mit der Festlegung der Jagdzeiten für die Jahre 2026 und 2027 wird bewusst ein ausreichender Zeitraum geschaffen, um einen zukünftigen möglichen Jagdbeginn am 1. September (aus wildbiologischen Gründen und zur Angleichung an das Regime mehrerer Nachbarkantone) vertieft und breit abgestützt in der Jägerbasis zu diskutieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in die zukünftige Jagdplanung einfliessen. Dabei sei es der Sicherheitsdirektorin ein Anliegen, dass die Bedürfnisse der Jägerschaft sowie die wildbiologischen Aspekte angemessen berücksichtigt werden. (rwi/zvg)

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