Personelle Aufstockung und eine mögliche Mandatserweiterung bei der städtischen SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) – diese und weitere Forderungen stellt die Mitte-Fraktion im Stadtparlament an den Stadtrat. Unterstützt wird die Partei von der FDP- und der GLP-Fraktion. Hintergrund ist gemäss Mitteilung etwa der Umstand, dass die SIP verschiedene Anspruchsgruppen betreut. Konkret nennt die Mitte als Themen im Vorstoss etwa die «zunehmende Ausbreitung des Crackkonsums sowie die nächtliche Präsenz junger Menschen». So seien die Bedürfnisse dieser Gruppen unterschiedlich, was auch unterschiedliche Präsenzzeiten und Ansätze in der Gesprächsführung erfordere.
Der Stadtrat soll deshalb in einer Vorlage unter anderem aufzeigen, ob und in welchem Umfang zusätzliche personelle Ressourcen nötig seien, um im öffentlichen Raum – insbesondere an Wochenenden – bis um 5 Uhr morgens präsent zu sein. Eine systematische Evaluation und Weiterentwicklung der SIP bezüglich Jugendarbeit und Drogenprävention, «insbesondere in Hinblick auf die Entwicklungen im Bereich Crackkonsum», stellt die Mitte ebenfalls zur Debatte.
Auch sollen «bestehende Aufgaben in der Prävention, Gesprächsführung und Vermittlung gefördert sowie die Zusammenarbeit mit Polizei, Sozialdiensten, Quartiervereinen und weiteren städtischen Akteuren gestärkt werden», teilt die Mitte mit. Zudem solle die Bezeichnung überdacht werden: So könne der Begriff «Intervention» irreführend sein, da die SIP «keine repressive Einheit» sei; Prävention und Vermittlung stünden im Vordergrund.
Auch solle die Telefonnummer der SIP bekannter gemacht werden, damit die Stadtbevölkerung bei Vorfällen, bei denen keine akute Gefährdung vorliege, schnell eine Anlaufstelle finde, ohne sofort die Polizei rufen zu müssen. (gwa)

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