Mehrere hundert Liter Heizöl sind am Donnerstag in Cham ins Erdreich, in die Kanalisation sowie in die Lorze gelangt. Wie die Zuger Polizei mitteilt, ist es am Donnerstagmorgen beim Befüllen eines Heizöltanks eines Mehrfamilienhauses an der Dorfstrasse in Hagendorn zu einem Austritt einer grossen Menge Heizöl gekommen.
Die Stützpunktfeuerwehr Zug habe in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Cham umgehend Massnahmen eingeleitet, um zu verhindern, dass weiteres Heizöl ins Gewässer gelangt. Weiter seien zusätzliche Ölwehrmassnahmen eingeleitet worden, und an mehreren Örtlichkeiten entlang der Lorze habe man zahlreiche Ölsperren errichtet.
Wie die Polizei weiter sagt, wurde zudem ein spezielles Mittel ins Wasser gestreut. Mit diesem Mittel soll das Heizöl gebunden und abgesaugt werden können. Die errichteten Ölsperren würden auch in den nächsten Tagen bestehen bleiben und von der Zuger Stützpunktfeuerwehr bewirtschaftet, um allenfalls weiterhin gesammeltes Heizöl absaugen zu können. In den angrenzenden Kantonen Zürich und Aargau haben ebenfalls mehrere Feuerwehren entsprechende Ölwehrmassnahmen eingeleitet.
Bisher kein Fischsterben
Bei der betroffenen Liegenschaft muss das Erdreich, das mit Heizöl kontaminiert wurde, nun abgetragen und fachgerecht entsorgt werden. Dabei handelt es sich laut Polizei um eine Fläche von drei auf drei Metern. Die betroffene Kanalisation werde durch eine private Kanalreinigungsfirma abgesaugt sowie gereinigt.
Laut Zuger Polizei sei es zum jetzigen Zeitpunkt zu keinem Fischsterben in der Lorze gekommen. Die Gründe für den Heizölaustritt sind Gegenstand der Untersuchungen. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen stehe eine technische Ursache im Vordergrund.
Im Einsatz standen zahlreiche Angehörige der Feuerwehr Cham und der Stützpunktfeuerwehr Zug (FFZ), Mitarbeitende des Feuerwehrinspektorats, des Amts für Wald und Wild, des Amts für Umwelt, eines privaten Kanalreinigungsunternehmens, Mitarbeitende der Umweltämter der Kantone Zürich und Aargau, verschiedene Feuerwehren der Kantone Zürich und Aargau sowie Einsatzkräfte der Zuger Polizei. (sfr)



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