Kolumne «Standpunkt»

Halbzeit im Grossen Gemeinderat

Gemeinderat Marco Laubacher mit einem Rückblick auf seine ersten zwei Jahre im Stadtparlament.

Mit zunehmendem Alter vergeht die Zeit bekanntlich etwas schneller als in der Jugend.

Heute blicke ich bereits auf zwei Jahre voller interessanter und intensiver Sitzungen im Grossen Gemeinderat (GGR) zurück. Die zahlreichen personellen Wechsel im GGR haben eine neue Dynamik in die Sitzungen gebracht.

Roman Burkard wurde als GGR-Präsident durch Ivano De Gobbi nach zwei Jahren turnusgemäss abgelöst. Roman Burkard hat uns hervorragend und mit viel Fingerspitzengefühl durch die Sitzungen geführt. Die Geduld und die Neutralität, die er als Präsident ausgestrahlt hatte, waren bewundernswert. Jetzt freue ich mich darüber, dass Roman Burkard wieder mit Engagement die liberalen Interessen in der Stadt hochhält. Ivano De Gobbi wünsche ich dieselbe innere Ruhe und zwei erfüllte Jahre als GGR-Präsident.

Wie anzunehmen war, sind und bleiben im GGR die wichtigsten Themen: Wohnraum, Steuern und das Wohlergehen der Zuger Stadtbevölkerung.

Glücklicherweise können wir das Thema Strandbad und hoffentlich auch bald das Thema Hallenbad als erledigt abschreiben. Ich freue mich auf das neue Strandbad im Sommer 2026 und auf das neue Hallenbad im Herti-Quartier.

Seit die Initiative «2000 Wohnungen für den Mittelstand» mit einem Zufallsmehr angenommen wurde, hat sich der Wohnungsmarkt leider noch nicht zum Guten entwickelt. Es braucht nun raschere Baubewilligungsverfahren und eine Aufwertung der Quartiere mit neuen Wohnungen für den Mittelstand.

Leider haben wir im GGR noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden, wie die dringend benötigten Wohnungen für den ansässigen Mittelstand verwirklicht werden können. Das wird so bleiben, da dass Problem von einigen GGR-Mitgliedern lieber ideologisch bewirtschaftet als gelöst wird. Die verschiedenen Vorstellungen von bezahlbarem Wohnraum bleiben somit bestehen. Die FDP Stadt Zug versucht eine pragmatische, zukunftsorientierte und einfache Lösung für die ansässige Stadtzuger Bevölkerung zu fördern: Bei uns gilt Zugerinnen und Zuger first. Trotzdem wird uns das Thema Wohnraum bis weit über die Legislatur hinaus beschäftigen.

Ich freue mich auf mein drittes und viertes Jahr im GGR und hoffe auf interessante Diskussionen und zukunftsorientierte Lösungen. Ich und die FDP Stadt Zug werden uns weiterhin bestmöglich für die ganze Stadtzuger Bevölkerung einsetzen.

Ich wünsche Ihnen allen bereits jetzt eine wundervolle Frühlings- und Sommerzeit.

In der Kolumne «Standpunkt» äussern sich Mitglieder des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.

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