Quietschende Reifen und laut aufheulende Motoren: Die Polizei muss sich immer wieder mit Autoposern beschäftigen. Dabei handelt sich um Autofahrende, die absichtlich laute Geräusche verursachen. «Autoposer fallen mit ihren leistungsstarken Fahrzeugen vielerorts negativ auf und stellen zunehmend ein Ärgernis für die Bevölkerung dar», sagt Pius Ludin, Chef Sicherheits- und Verkehrspolizei.
Auch in der Stadt Luzern sind häufig Autoposer unterwegs. Deshalb soll der Stadtrat aktiv dagegen vorgehen, fordern die Grünen. In einer Interpellation, die sie im Stadtparlament eingereicht haben, wollen sie vom Stadtrat wissen, welche Möglichkeiten er diesbezüglich sieht. Die Grünen erwähnen beispielsweise sogenannte Lärmblitzer, die erkennen, wenn ein Fahrzeug zu laut ist.
Am Zürcher Stadthausquai ist bereits ein solches Lärmmessgerät installiert. Hält ein Fahrzeug die zulässigen Lärmgrenzwerte ein, zeigt das Display einen lächelnden Smiley. Bei Überschreitung erscheint ein trauriger Smiley mit dem Hinweis «zu laut!».
Seit dem 1. Januar gilt in der Fahrzeugverordnung ein neuer Artikel. Neu ist es ausdrücklich verboten, vermeidbaren Lärm zu erzeugen. Zudem wurden die Bussen, etwa für unnötiges Laufenlassen des Motors, von 60 auf 80 Franken erhöht. (rem)

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