Roman Hodel
Roman Hodel
Roman Hodel
Es wird riesig: In den Messehallen 1 und 2 auf der Luzerner Allmend steigt am Wochenende des 21./22. Mai zum ersten Mal das Verve-Festival. 30 DJs aus dem In- und Ausland, darunter Stars wie Ben Klock und Stella Bossi, werden Tausende während zwei Tagen zum Tanzen bringen. Eine solch grosse Party mit elektronischer Musik hat es in Luzern noch nie gegeben. Organisiert wird das Ding vom Luzerner Partylabel Kopflos, hinter dem Jan Bösch (24) und Omar Abdelrahman (26) stehen.
Wie gross ist die Nervosität zwei Wochen vor dem Festival?Jan Bösch: Die grössten organisatorischen Brocken haben wir hinter uns. Aber natürlich ist Anspannung da. Vor allem im Hinblick auf das Festival-Wochenende. Klappt alles 1:1? Am meisten Respekt habe ich davor.Wie läuft der Vorverkauf bislang?Es läuft wie erwartet gut. Wir hatten bis Ende April mit 3000 verkauften Tickets gerechnet – und das haben wir erreicht. Von den VIP-Pässen sind jene vom Samstag bereits ausverkauft, von den VIP-Zweitagespässen ist ebenfalls rund die Hälfte weg. Insgesamt erwarten wir am ganzen Wochenende 6000 bis 8000 Besuchende, maximal reinlassen dürfen wir je Tag 5000, macht zusammen 10’000.Davon seid ihr mit 3000 aber noch ein ordentliches Stück entfernt.Ja. Doch wir sind guter Dinge. Von anderen Veranstaltern wissen wir, dass 60 bis 70 Prozent der Tickets erst im letzten Monat vor dem Anlass verkauft werden. Und in den letzten Tagen zieht es stark an.Woher kommen die bisherigen Ticketkäuferinnen und -käufer?Der grösste Teil wohnt in der Schweiz. Der Rest stammt aus dem nahen Ausland wie Deutschland, Frankreich und Österreich, aber auch aus weiter entfernten Ländern wie Belgien und Slowenien. Das Verve-Festival ist als neuer Player noch unbekannt. Wie schwierig war es daher, internationale Top Acts zu buchen?Das war in der Tat nicht einfach und ist das Verdienst von Booker und Mitorganisator Omar Abdelrahman. Dank unserer eigenen Partys haben wir in den letzten Jahren viele Connections gesammelt. Denn die Konkurrenz international ist gross und es gibt immer Organisatoren, die mehr bezahlen für die DJs.Einer der Headliner, Ben Klock, bestreitet am Sonntagabend das letzte Set. Warum erst dann, kostet der Gig weniger?Nein, dies wurde einfach von uns so geplant.Ein Technofestival mit mehreren tausend Besuchenden, darunter der eine oder die andere nicht ganz nüchtern – das ist was anderes als die Luga. Wie schwierig war es, die Messe Luzern AG dafür zu begeistern?Die Messeleitung hatte von Anfang an ein offenes Ohr für uns. Denn das etablierte Time-Warp-Festival in Mannheim findet ebenfalls auf einem Messegelände statt und die machen dort gute Erfahrungen.Am Festival wird basslastiger Sound gespielt und die Messehallen sind wohl kaum schallisoliert wie ein Club. Müssen sich die Anwohnenden auf eine schlaflose Nacht von Samstag auf Sonntag einstellen?Nein. Die Hallen sind gut abgedichtet und es gibt klare Limiten bezüglich Lautstärken. Es ist unser höchster Anspruch, die Nachbarn nicht zu vergraulen. Wir sind auch nicht die erste Party mit elektronischer Musik in der Messe. 2016 legte DJ Alan Walker auf.



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