Vom 30. April bis zum 4. Mai ist auf dem Stanser Dorfplatz wieder die Welt zu Gast. Während fünf Tagen finden die 41 Konzerte auf 14 Bühnen und 59 Kulturereignisse statt. Sie haben sich dem Motto «Kulturkampf zwischen Stadt und Land?!» verschrieben. Für den Festivalleiter Candid Wild ist «die Akzeptanz von künstlerisch und gesellschaftlich Unterschiedlichem nebeneinander ein Leitmotiv der Stanser Musiktage. Wir sehen uns als Brückenbauer.»
Nun hat das Festival sein Programm bekannt gegeben – es verspricht einmal mehr eine vielfältige und internationale Mischung. Zu hören gibt es senegalesische Klänge, Volksmusik aus Griechenland, japanischen Shamise und Schweizer Akkordeon. Wenn im Kollegium St. Fidelis für einmal nicht gelehrt und gelernt wird, sondern gekämpft, geprügelt und geschrien, dann findet die wohl erste Wrestlingshow in Nidwalden statt. Brigade Brut aus Luzern, inoffiziell auch als Lover's Fight Club bekannt, schlägt sich in inszenierten Rollenspielen mit klassischen Bösewichten und schrillen Figuren auf der Kulturbühne die Köpfe ein.
Viel Groove und Improvisationskunst bringt das Trio Julian von Flüe auf die Dorfplatzbühne. Die Kompositionen des Akkordeonisten Julian von Flüe sind nach eigenen Angaben ein Zusammenspiel aus der Musik des Alpenraums und seiner grossen Leidenschaft für amerikanischen Country und Folkmusik.
Mit der britischen Afro-Band Steam Down performt ein Künstlerkollektiv in Stans, das sich bereits an Festivals wie Montreux, SXSW oder Glastonbury einen Namen gemacht hat. Ihr Sound zeigt Einflüsse von Jazz, Punk und Rap. Die ersten beiden Singles «Free My Skin» und «etcetera» erreichten auf Blue Note über 1,8 Millionen Streams.
Doch nicht nur die Konzerte erweitern Horizonte, auch mit dem weiteren Rahmenprogramm gibt es unter anderem «Ungeheuerliches» zu entdecken. Die von der Luzerner Künstlerin Sabina Oehninger erschaffenen «Ungeheuer» begleiten als Schattenfiguren die Kampagne der Stanser Musiktage. Dabei handelt es sich um Collagen aus banalen Alltagsobjekten, von denen nur noch die zweidimensionalen Schattenrisse als scherenartige Figuren auf den Werbeplakaten in Erscheinung treten.




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