Der Gotthard-Strassentunnel wird im August während insgesamt zwölf Nächten gesperrt. Die Vollsperrungen dauern jeweils von 23 bis 5 Uhr und betreffen ausschliesslich Nächte unter der Woche. Grund sind vorsorgliche Unterhaltsarbeiten an der Zwischendecke, wie das Bundesamt für Strassen Astra mitteilt.
Der Tunnel gehört zu den am stärksten belasteten Strassentunneln der Schweiz. Um Sicherheit und Verfügbarkeit langfristig zu gewährleisten, überwacht das Astra den Zustand des Bauwerks laufend. In der Zwischendecke sind Messsysteme installiert, welche Spannungen in einzelnen Deckenelementen frühzeitig erkennen.
Nun sollen diese Bauteile mit sogenannten Trennschnitten vorsorglich entlastet werden. Damit will das Astra verhindern, dass sich Spannungen weiter aufbauen und später Schäden oder ungeplante Einschränkungen des Tunnelbetriebs verursachen. Die Arbeiten können aus Sicherheitsgründen nur während einer vollständigen Sperrung ausgeführt werden.
Keine Arbeiten an Wochenenden
Betroffen sind die Nächte vom 10. bis 14. August, vom 17. bis 21. August sowie vom 24. bis 28. August. Konkret wird der Tunnel jeweils von Montag- auf Dienstagnacht bis Donnerstag- auf Freitagnacht gesperrt. In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und Sonntag auf Montag finden keine Arbeiten statt.
Das Astra legt die Sperrzeiten bewusst in die verkehrsärmsten Nachtstunden und in die Zeit des nächtlichen Lastwagenfahrverbots. Dadurch soll der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden. An den stärker belasteten Wochenenden bleibt der Tunnel ohne Einschränkungen geöffnet.
Die zwölf Sperrnächte verteilen sich damit auf drei aufeinanderfolgende Wochen. An jedem Wochenende soll die wichtige Nord-Süd-Verbindung vollständig offen bleiben.
Passstrasse dient als Umleitung
Während der Sperrungen kann die Gotthard-Passstrasse als Ausweichroute genutzt werden. Wer nachts durch die Region fährt, muss deshalb mit längeren Fahrzeiten rechnen. Sollten sich während der Arbeiten unerwartet hohe Verkehrsbelastungen ergeben, sind das Astra und die beteiligten Partner darauf vorbereitet, die Arbeiten kurzfristig zu unterbrechen. Bei Bedarf könne der Tunnel vorübergehend wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Die Unterhaltsarbeiten sollen dazu beitragen, spätere Schäden und ungeplante Sperrungen zu vermeiden. Der Tunnel soll damit trotz hoher Belastung langfristig sicher und möglichst ohne zusätzliche Einschränkungen betrieben werden können. (jfi)




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