
Gute Nachrichten für Velofahrende: Die neue Veloverbindung zwischen der Neustadt- und der Zentralstrasse ist ab sofort geöffnet, wie die Stadt Luzern mitteilte. Die Bauarbeiten für das «Gleis Null», wie der neue Veloabschnitt heisst, dauerten ziemlich genau ein Jahr: Der offizielle Baustart erfolgte am 4. August 2025. Das ist ziemlich lange für einen rund 300 Meter langen Veloweg.
Das hat seinen Grund, denn die neue Veloverbindung führt von der Neustadtstrasse entlang der Bahngleise, unter der Langensandbrücke und hinter dem Capitol-Gebäude hindurch bis zur Zentralstrasse. Das Projekt stellte «höchste Anforderungen» an die Planung und die anschliessende Ausführung. «Das Bauen auf engem Raum zwischen Häusern und SBB-Gleisen war sehr anspruchsvoll», wird Projektleiter Markus Sigrist in der Mitteilung zitiert. Die Ausführung dauerte denn auch ein wenig länger als geplant: Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bauarbeiten im Mai 2026 abgeschlossen werden sollten.
Mit der neuen Verbindung können Velos nun den Unfallschwerpunkt Bundesplatz umfahren. «Weniger geübte Velofahrende meiden den schwierigen und gefährlichen Bundesplatz oder verzichten ganz aufs Velo. Auf dem ‹Gleis Null› kommen sie nun sicher und direkt zum Bahnhof», wird auch Sibylle Lehmann, Co-Leiterin Mobilität der Stadt Luzern, in der Mitteilung zitiert. «Das ist ein weiteres wichtiges Puzzleteil im Velonetz.»
8,6-Millionen-Kredit für Veloweg
Mit dem Ausbau des Velonetzes strebe die Stadt Luzern eine Veloinfrastruktur für Velofahrerinnen und Velofahrer «von 8 bis 80 Jahren» an, heisst es weiter. Das Velonetz solle «direkt, sicher und attraktiv» sein. Die Förderung des Veloverkehrs sei «einer der Schwerpunkte aus der städtischen Mobilitätsstrategie 2024–2028».
Das lässt sich die Stadt einiges kosten: Für das «Gleis Null» hatte der grosse Stadtrat 2024 einen Sonderkredit in der Höhe von rund 8,6 Millionen Franken gesprochen. Der Bund beteiligte sich an den Baukosten mit 570'000 Franken, die SBB steuerten rund 550'000 Franken bei.
Der Name «Gleis Null» wurde übrigens in einem internen Wettbewerb in der Stadtverwaltung auserkoren. Der Stadtrat hatte dem Vorschlag zugestimmt. Die Bezeichnung habe «inhaltlichen und räumlichen Bezug» zum bestehenden «Freigleis», das vom Neubad Richtung Kriens führt. Gleichzeitig verweise der Name «Gleis Null» auch «treffend auf die Lage des neuen Velowegs entlang des Gleisfelds». (gwa)



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