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Obwalden

Blasmusik im Doppelpack

Am Wochenende spielten die Musikgesellschaft Sonnenberg Schwendi und das Regionale Jugendblasorchester zwei Gemeinschaftskonzerte.
MG Sonnenberg mit dem Regionalen Jugendblasorchester.
Bild: zvg

Vor Ostern musizierten die beiden Blasorchester als Doppelpack bereits in Giswil. Es war ein Erfolg. Deshalb verwundert es kaum, dass die Turn- und Konzerthalle in Stalden auch bei der zweiten Auflage zweimal voll besetzt war. Das Lokal war von den Schwander Musikantinnen und Musikanten mit Herzblut dekoriert und die Restauration mit Speis und Trank funktionierte tadellos, heisst es im Bericht zu den Konzerten.

Das Regionale Jugendblasorchester besteht aus zirka 30 jugendlichen Instrumentalisten beiden Geschlechts. Ein Ensemble, welches der Musikschule Sarnen zugeordnet ist, stand bisher unter der Leitung von Norbert Kiser. In seiner Art versteht er es, die Jugend zu begeistern, was schlussendlich beim Konzert zu spüren und zu hören war. Kiser wendet sich ab diesem Sommer einer neuen dirigentischen Aufgabe ausserhalb des Kantons Obwalden zu. Nach seiner Darstellung ist ein Nachfolger mit überzeugendem Leistungsausweis bereits verpflichtet.

Die Gastformation unterhielt das Publikum während einer halben Stunde mit vier tollen und für Jugendblasorchester bestens geeigneten Werken. Besonders beeindruckend wirkte das Stück «Schmelzende Riesen». Es beschreibt den Klimawandel und damit verbunden den Rückgang der Gletscher. Mit viel Temperament und in kompakter Form erklang «The Wild Westerns». Damit gaben die Jugendlichen vor, in welche Richtung sich der musikalische Abend entwickeln wird – nämlich «Westwärts».

Dirigent René Bogaarts
Bild: zvg

Berühmtes aus der Neuen Welt

Der Wechsel zur Musikgesellschaft Sonnenberg war fliessend. Dafür sorgte das weltbekannte Stück «My Name is Nobody» von Ennio Morricone, welches beide Formationen auf der prallvollen Bühne gemeinsam zum Besten gaben. Inzwischen hatte der niederländische Dirigent René Bogaarts das Zepter übernommen. Dem Thema des Abends entsprechend führte er seine Schwander Musikanten mit niederländischem Charme und viel Gespür «Westwärts». Erstaunlich, was Bogaarts mit viel Geduld und ergiebiger Probearbeit dieser Dorfmusik mit etwas mehr als 20 Mitgliedern an Leistung und Spielfreude entlockte.

Das Publikum kam in den Genuss von zahlreichen Titeln aus dem Wilden Westen und der US-Showszene. Wer kennt sie nicht, die weltberühmten Tunes wie «The Pink Panther», «Jungle Book» oder «Country Roads». Das Medley «Best oft the West» und die Filmmusik aus «The Greatest Showman» wirkten beim Publikum ebenso elektrisierend. Ausserdem bereicherte Andrea Sigrist das Stück «Under the Boardwalk» mit einem gekonnten Solo auf dem Flügelhorn. Nach weiteren Melodien wurde der lange anhaltende Applaus des Publikums mit zwei Zugaben verdankt. (zvg)

MG Sonnenberg mit Dirigent
Bild: zvg
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