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Uri

Gemeinsam für mehr Lebensqualität: Uri stärkt die Zusammenarbeit in der Palliative Care

Die 20. Urner Gesundheitskonferenz findet am 23. März in Altdorf statt. Sie steht unter dem Leitthema «Zusammenarbeit im Gesundheitswesen – lokal, vernetzt, zukunftsorientiert».
Die Urner Gesundheitskonferenz widmet sich dem Thema Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Bild: Hanspeter Bärtschi

Die Anforderungen an das Gesundheitswesen nehmen zu. Eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen, Institutionen und Versorgungsbereichen ist deshalb zentral. Wie Kooperationen gelingen können, zeigt das Inputreferat an der Urner Gesundheitskonferenz am 23. März in Altdorf «Palliative Care: Interprofessionelles Handeln für Lebensqualität und multidimensionale Bedürfnisse» von Dr. Piotr Sobanski, Leiter Palliative Care Station Schwyz. Der Kanton Uri verfügt seit dem 1. Januar 2025 über eine Leistungsvereinbarung mit dem Spital Schwyz, wodurch Urner Pflegeheime und Spitex-Organisationen telefonischen Support bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten in einer palliativen Situation erhalten.

Im Anschluss an das Referat wird die Charta Palliative Care unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung bekennen sich die beteiligten Partnerinnen und Partner zu einer koordinierten und verbindlichen Zusammenarbeit in der palliativen Versorgung im Kanton Uri.

Ein weiterer Vortrag widmet sich dem Zusammenspiel von Schulmedizin und Alternativmedizin im Wandel der Zeit. Dr. Urs Britschgi, Hausarzt sowie Arzt für Akupunktur, TCM und Psychosomatische Medizin, ordnet die Entwicklung der letzten Jahre ein und zeigt auf, wie unterschiedliche medizinische Ansätze heute zusammenwirken, wo deren Nutzen liegt und wo Grenzen bestehen.

Persönliche Perspektiven im Podium

Ein zentrales Element der Konferenz ist eine Podiumsdiskussion mit dem Gesundheitsdirektor und Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens. Moderiert wird das Podium von David Fischer von Politcast Uri. Im Zentrum stehen Erfahrungen mit der heutigen Zusammenarbeit im Urner Gesundheitswesen, gegenseitige Erwartungen im Versorgungsalltag sowie Fragen des Vertrauens über Berufs- und Institutionsgrenzen hinweg. Zudem werden aktuelle Entwicklungen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und neue Versorgungsmodelle thematisiert.

Die Urner Gesundheitskonferenz richtet sich an Gemeindebehörden, an im Gesundheitswesen tätige Personen aller Berufsgruppen und Organisationen sowie an interessierte Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Uri. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, Fragen an den Gesundheitsdirektor zu stellen. Landammann und Gesundheitsdirektor Christian Arnold betont: «Die Gesundheitskonferenz bietet Raum für den fachlichen Austausch und unterstützt das gemeinsame Verständnis für eine koordinierte Versorgung im Kanton Uri.»

Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen sind ein wichtiges Anliegen der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Um diesen Austausch zu fördern, veranstaltet die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion jährlich eine kantonale Gesundheitskonferenz. Sie richtet sich nicht ausschliesslich an die Behörden und an medizinische Leistungserbringer, sondern an die ganze Bevölkerung. Alle interessierten Personen sind eingeladen, an der Gesundheitskonferenz teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. (zvg)

Die Gesundheitskonferenz findet in der Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri in Altdorf statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung unter www.ur.ch/gesundheitskonferenz erforderlich.

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