Die Mitte Altdorf und die SP Altdorf treten bei den Gemeinderats- und Schulratswahlen vom 27. September 2026 mit einer gemeinsamen Liste an. Dies schreiben die beiden Parteien in einer Mitteilung. Für den Gemeinderat kandidieren fünf Personen – drei bisherige und zwei neue. Gemeindepräsident Sebastian Züst stellt sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Für den Schulrat treten drei Kandidierende an.
Mit ihrer gemeinsamen Liste würden die beiden Ortsparteien auf «Kontinuität, Kompetenz und frischen Elan» setzen, heisst es weiter. Ihr gemeinsames Ziel sei eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Entwicklung von Altdorf.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der diesjährigen Wahlen
Sebastian Züst (SP, bisher)
Sebastian Züst tritt wieder als Gemeindepräsident an. Er sitzt seit 2019 im Gemeinderat und führt die Gemeinde seit 2025 als Präsident. Beruflich arbeitet er als Sozialarbeiter und leitet eine Fachstelle bei Kontakt Uri. Für die kommenden Jahre nennt er drei Schwerpunkte: die weiteren Schritte bei «Altdorf innerorts», die Infrastruktur im Altersbereich und den Strukturwandel in Tourismus, Gewerbe und Gastronomie. «Diese Weichenstellungen habe ich mit angerissen. Nun will ich sie in den nächsten Etappen begleiten», sagt Züst. Sein Beruf und sein Amt geben ihm Einblick in ganz verschiedene Lebenswelten in Altdorf und im Kanton. Das helfe ihm, den Lebensraum zu verstehen.
Ruedi Bomatter (Die Mitte, bisher)
Ruedi Bomatter kandidiert für eine weitere Amtszeit als Gemeindevizepräsident. Bomatter amtet seit zwei Jahren als Vize und leitet das Ressort Tourismus und Wirtschaft. Begonnene Vorhaben will er zu Ende führen, allen voran «Altdorf neu erfinden». Im Dorfkern fordern ihn der Wandel bei Gastronomie und Gewerbe sowie die touristische Entwicklung. «Altdorf verfügt über grosses touristisches und wirtschaftliches Potenzial, das wir besser nutzen wollen», sagt Bomatter. Gastronomie, Detailhandel, Tourismus und Eigentümerschaften müssten dafür am gleichen Strang ziehen.
David Arnold (Die Mitte, bisher)
David Arnold kandidiert ebenfalls für eine weitere Amtszeit. Arnold steht dem Ressort Soziales vor und will vor allem die Anliegen der älteren Generation politisch vertreten. «Altdorf liegt mir sehr am Herzen. Es ist ein lebendiges Dorf und soll noch belebter werden», sagt Arnold. Der verheiratete Familienvater ist im Dorf breit verankert: Er gehörte dem Korporationsbürgerrat Altdorf und dem Verein Neues Altdorf an und präsidierte beide.
Lea Gisler-Bissig (Die Mitte, neu)
Lea Gisler-Bissig will neu in den Gemeinderat. Gisler-Bissig gehört seit 2020 dem Urner Landrat an, wo sie bis vor Kurzem die Gesundheits-, Sozial- und Umweltkommission präsidierte. Sie kandidiert für den Sitz von Marlies Rieder-Dettling, die nach acht Jahren zurücktritt. «Ich will mich für ein lebendiges und attraktives Altdorf für alle Generationen einsetzen», sagt Gisler-Bissig. Dazu zähle sie ein gutes Raum- und Freizeitangebot für Schulen, Vereine und Kultur. Die zweifache Mutter engagierte sich in der Blasmusik und beim Theater Uri.
Janine Brand (SP, neu)
Janine Brand strebt ebenfalls neu in den Gemeinderat. Brand wuchs in Bürglen auf und studierte an der Hochschule Luzern Soziale Arbeit. Heute berät sie als Case-Managerin der Bildungs- und Kulturdirektion Uri Geflüchtete auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf. Sie kandidiert für den Sitz von Marian Balli, die nicht mehr antritt. «Ich kandidiere, weil ich aktiv die Zukunft von Altdorf mitgestalten möchte. Mir liegt der gesellschaftliche Zusammenhalt am Herzen», sagt Brand. Zudem will sie die Sicht der jüngeren Generation stärker in die Gemeindepolitik einbringen.
Drei Kandidierende für den Schulrat
Alexandra Egli (SP, bisher) stellt sich erneut zur Wahl. Die Sozialarbeiterin beim Schweizerischen Roten Kreuz Uri unterrichtete früher auf der Oberstufe und sitzt seit 2023 im Schulrat. Neu kandidieren Joel Ruff (Die Mitte, neu) und Lisa Zgraggen (Die Mitte, neu). Ruff ist eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Familien. Zgraggen arbeitet im Sozialdienst des Asyl- und Flüchtlingsdienstes Uri und studiert berufsbegleitend angewandtes Recht. Sie möchten im Schulrat die beiden zurücktretenden Mitte-Frauen Martina Walker und Regula Epp ersetzen. (lzi)





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